Dreikönigstag

Zierolshofen versammelt sich

Autor: 
Brigida Lutz
Lesezeit 4 Minuten
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09. Januar 2019

(Bild 1/2) Heinz Speck würdigte die Aktivitäten der Musiker unter Leitung von Günter Erhard, die mit Ihrer Musik beim Dorfhock oder sonstigen Veranstaltungen ehrenamtlich und ohne Entgelt – nur aus Spaß an der Musik – die Zuhörer erfreuen. Mit Tänzen, einstudiert von Carolin Weber, präsentieren sich fünf Mädchen im Alter von 13 Jahren mit Tanzeinlagen beim Seniorennachmittag oder ähnlichem. Ebenfalls musikalisch erfreut der Männergesangverein Eintracht Zierolshofen mit dem alljährlichen Liederabend und dem Theaterabend die Einwohner. Die Ortsverwaltung bedankte sich bei allen für ihr Engagement und überreichte ein kleines Präsent. Bild (vorne, von links): Hanna Hetzel, Lisa Erhardt, Maike Weber, Madida Bichel, Carolin Weber und Anika Mellin, Heinz Speck. Hintere Reihe: Gerd Maurer, OV-Stellvertreter; Gerhard Grampp, Vorsitzender MGV Zierolshofen; Günter Erhard, Leiter der Musiker-Gruppe. ©Brigida Lutz

Zierolshofen hat am Dreikönigstag seine Bürgerversammlung abgehalten. Ortsvorsteher Heinz Speck hielt bei der Hallenveranstaltung eine Rückschau auf das vergangene Jahr und gab einen Ausblick auf die 2019 anstehenden Herausforderungen.

Teil jeder Bürgerversammlung, so auch der Zierolshofener, die am Dreikönigstag stattfand, ist die Statistik: 494 Männer, Frauen und Kinder leben nach Angaben von Ortsvorsteher Heinz Speck in Zierolshofen, von ihnen sind 14 mit Nebenwohnsitz gemeldet. Mit Benjamin Waag gab es 2018 nur eine Geburt, allerdings konnte Zierolshofen fünf Eheschließungen verzeichnen, musste aber auch drei Sterbefälle beklagen. 
Was lange währt, wird endlich gut: Die Baugenehmigung zur Erweiterung des Kindergartens »Wirbelwind« wurde am 12. Februar erteilt, und eigentlich sollte am 12. Juni mit dem Bau begonnen werden. Doch durch den seinerzeitigen Bauboom verzögerte sich die Auftragsvergabe, Baubeginn war erst im November. Fundament und Bodenplatte sind fertig, die Maurer-, Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten sollen am 7. Januar weitergeführt und einschließlich der Dachbegrünung bis Ende Februar fertig sein. 

ÖPNV-Verbindungen

Zur Busverbindung zwischen Kehl und Zierolshofen hat es erhebliche Verbesserungen gegeben, allerdings sind die Fahrten nach Rheinau in den Augen Specks immer noch nicht zufriedenstellend, da Rheinau nicht am Mobilitätskonzept teilnahm. 
Auf dem Spielplatz wurde ein neues Spielehaus errichtet und ein Verkehrserziehungsspielpark aufgebaut. Die Restpflege der Anlage und der Austausch der Bänke erfolgt im Frühjahr mit der Außenanlage des Kindergarten-Spielplatzes. Für 45 000 Euro wurde in der Erwin-Maurer-Halle außerdem die elektrische Verkabelung zu erneuert. Im Zuge dieser Arbeiten wurde außerdem die Hallendecke durch 26 Helfer des Waldspeckvereins gestrichen. 
Die Umgestaltung des Friedhofs brachte einen barrierefreien Zugang zur Friedhofskapelle, es wurden neue Wege angelegt, die Grünflächen angepasst und eine neue Grabreihe für Urnenbestattung eingerichtet. Eine Anlage für Alternativ-Bestattung ist im Haushaltsplan 2019/2020 eingeplant. Der Gestaltungsvorschlag wird in einer öffentlichen Ortschaftsrats-Sitzung vorgestellt.  
Die Planung für das Feuerwehrgerätehaus des Ausrückbereiches III (Bodersweier/Zierolshofen) ist dahingehend ergänzt worden, dass künftig die Dekontaminationseinheit (Dekon) in Bodersweier stationiert ist. 
Auch mussten Schulungsraum und Umkleidebereich mit Spinden der zunehmenden Mannschaftsstärke angepasst werden. Die Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro wurden im Haushalt 2019/2020 aufgenommen. 

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Thema Radweg 

Dringend wird auf den Radweg zwischen Bodersweier und Zierolshofen gepocht, Speck ist mit dem Straßenbauamt des Ortenaukreises in laufendem Kontakt. Ihm wurde bestätigt, dass die Radwege Bodersweier/Zierolshofen und Zierolshofen/Legelshurst Priorität hätten und in diesem Jahr umgesetzt werden sollen.  
2019 ist für Zierolshofen ein Jahr der Gebäudesanierung. So bröckelt etwa an den Außenwänden der Erwin-Maurer-Halle der Putz, die Eternitplatten sind undicht und sollten gegen Sandwichplatten ausgetauscht werden.
Weitere Baustelle: die Friedhofskapelle. Auch hier gibt es bedenkliche Risse an den Außenwänden, und der PVD-Boden wellt sich. Die Fenster der alten Schule brauchen neue Farbe; Rückbau der Kindergarteneinrichtung nach dessen Fertigstellung; der Jugendtreff-Keller ist feucht und muss isoliert werden. Zahlreiche Fenster im Rathaus haben noch einfache Verglasung, die Rahmen sind so marode, dass man sie durchdrücken könnte; Der Aufgang zur Turmuhr ist beschwerlich und gefährlich.      
Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Begriff »schnelles Internet«. Wird es auch für Zierolshofen kommen? Die beste Gelegenheit wäre es ja, wenn das Breitbandkabel im Zuge des Radweges von Bodersweier nach Zierolshofen mitverlegt würde – so jedenfalls die Meinung aus dem Publikum.

Bauplatzsuche 

Bauplätze sind in Zierolshofen derzeit keine mehr zu vergeben. Bereits 2016 wurde ein Antrag auf einen Bebauungsplan für ein Grundstück  am Ortseingang von Bodersweier kommend, gestellt. Dieser landete ganz hinten auf der Prioritätenliste. Heinz Speck wurde diesbezüglich wieder vorstellig und hat einen zeichnerischen Entwurf mit der möglichen Nutzung des Grundstücks für vier Einfamilien- und einem Mehrfamilienhaus vorgelegt. Eine Flächennutzungsplanänderung wäre hier nicht notwendig. Das Baugebiet soll nun im Rahmen der Stadtentwicklung – nächste Klausurtagung im Februar – bearbeitet werden.
OB Toni Vetrano wünschte zum Neuen Jahr alles Gute. Wie könnte man alle Aufgaben erledigen? Mit mehr Personal oder hochqualifizierteren Fachleuten? Vetrano versicherte, dass Kehl dies habe, trotzdem nicht alles machbar sei, aber doch sehr viel erreicht wurde. 

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