Hausach

40 Jahre Treue zum Hausacher Unternehmen Neumayer Tekfor

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21. Mai 2019

Jose Dinis-Maria-Rosa (vorn, von links), Bernhard Schmieder und Paolo Saccuzzo sind seit 40 Jahren Neumayer Tekfor treu. Es gratulierten (hinten, von links) Werkleiter Jörg Stoffels, Bürgermeister Wolfgang Hermann, der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Breig und die Personalchefin Juliane Müller. ©Claudia Ramsteiner

In einer Feierstunde im Büro des Werkleiters ehrte gestern Neumayer Tekfor drei ihrer Aktivposten: Jose Dinis-Maria-Rosa, Paolo Saccuzzo und Bernhard Schmieder sind dem Unternehmen bereits seit 40 Jahren treu.

Gleich drei »Vierziger« gleichzeitig habe man schon lange nicht mehr gehabt, sagte Werkleiter Jörg Stoffels gestern in seinem Büro, als er Jose Dinis-Maria-Rosa aus Wolfach sowie Paolo Saccuzzo und Bernhard Schmieder aus Haslach für ihre 40-jährige Treue zu Neumayer Tekfor »in guten und in schlechten Zeiten« ehrte.

Als die drei Mitarbeiter 1978/79 eingestellt wurden, waren es auf jeden Fall gute Zeiten für Erich Neumayer, wie das Unternehmen damals noch nach seinem Gründer hieß. Wie dringend die Firma Mitarbeiter brauchte, wurde im Gespräch in der kleinen Feierstunde im Werkleiterbüro deutlich. 

Nette Anekdote

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Jose Dinis-Maria-Rosa aus Portugal hatte als Ausfahrer für eine große Bäckerei in Nordrhein-Westfalen gearbeitet, als er bei der Hochzeit eines Cousins im Kinzigtal erfuhr, dass Neumayer Leute braucht: »Meine Schwester, mein Schwager und ich sind hingegangen, und wir hätten alle drei schon am nächsten Tag anfangen können. Ich musste da erst mal noch kündigen!« Auch Paolo Saccuzzo wurde sofort eingestellt. Er hätte eigentlich in Italien noch eine gute Arbeitsstelle gehabt – aber beim Besuch seiner Schwester in Haslach lernte er seine spätere Frau kennen und wollte in Deutschland bleiben. 

Eine nette Anekdote steuerte Bernhard Schmieder über seine Einstellung bei. Auf dem Firmengelände sei ihm ein Mann mit blauem Mantel auf dem Fahrrad begegnet, der ihn ohne Gruß gefragt habe: »Was machen Sie da.« Er entgegnete: »Zuerst einmal guten Morgen. Ich suche hier Arbeit.« Er habe den damaligen Chef Lothar Goiny nicht gekannt. Dieser habe aber im Personalbüro gleich Bescheid gegeben: »Stellt den ein, der passt zu uns.«

»Motivierte Mannschaft«

Der gelernte Schlosser begann – mit 8,77 D-Mark pro Stunde – in der Instandhaltung. Zwischenzeitlich hat er die Meisterprüfung abgelegt und arbeitet noch immer dort als Teamleiter Mechanik. »Wir haben die meisten Erfolgserlebnisse«, schwärmt er von seiner Abteilung und seiner vielseitigen Arbeit – auch wenn viele Stunden samstags geleistet werden müssen. Die beiden Maschinenbediener äußerten sich ebenfalls sehr zufrieden über ihre Arbeit. 
Jörg Stoffels sparte nicht mit Lob für die Vorbilder einer »sehr motivierten Mannschaft«. Bürgermeister Wolfgang Hermann überbrachte die Ehrenurkunden des Ministerpräsidenten und ein Weinpräsent der Stadt. Personalchefin Juliane Müller ging in einer kleinen Laudatio auf jeden einzeln ein und überreichte die Ehrenurkunden der Industrie- und Handelskammer sowie vom Unternehmen selbst einen Hausacher Geschenkgutschein, ein Polohemd mit Firmenemblem und einen Neumayer-Tekfor-Schirm. 

Stichwort

Auftragslage

Die Auftragslage von Neumayer Tekfor bezeichnete Werkleiter Jörg Stoffels allen Unkenrufen zum Trotz als gut. Es gebe zwar »etwas nachlassende Zahlen«, die er aber alles andere als dramatisch seien. 

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