Hausach

45 Jahre Freundschaft zwischen Hausach und Arbois

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red/ra
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15. Oktober 2019

(Bild 1/2) Bürgermeister Wolfgang Hermann (links) überreichte seinem Kollegen Bernard Armiens in Arbois ein Bild einer Einbacher Schäppelträgerin von Gabriele Schuller. ©Christel Kern

37 Hausacher reisten am Samstag nach Arbois, um dort den 45. Geburtstag der Städtepartnerschaft zu feiern. Die Mischung aus offiziellen Zeremonien und vielen freundschaftlichen Gesten ermunterte dazu, die Freundschaft weiter mit Leben zu füllen.

Mit einer Rallye durch die Stadt begannen das Geburtstagsfest zum 45-jährigen Bestehen der Partnerschaft Hausach/Arbois. Die Hausacher lernten viele Winkel, Denkmale und Museen kennen, mit denen Sie sich durch Quizfragen näher beschäftigen mussten. Zuvor wurde der Glockenturm von St. Juste bestiegen und auf dem Balkon die fantastische Aussicht auf Arbois und die umliegenden Weinberge genossen.

Der Aperitif im Garten des „Château Bontemps“ war verbunden mit einem atemberaubenden Blick auf die Wasserfälle der „Cusiance“, St. Juste und die Altstadt. Das Gelände des Châteaus ist sonst nicht zugänglich, sodass selbst Gründungsväter der Partnerschaft wie Otto Heinrich Kieninger diese Aussicht noch nie genossen hatten. Der Festabend in der „Salle des fêtes“ wurde vom „Clynton Orchestra“ begleitet und durch ein fünfgängiges Gala-Dinner gekrönt. Bürgermeister Wolfgang Hermann, Michael Waitz, Andrée Jeanguillaume und Josiane Léger wurden in die Weinbruderschaft „Paisseaux“ aufgenommen.

Die Erneuerung der Partnerschaft wurde am Sonntagvormittag in einer eindrucksvollen Feier auf dem „Hausacher Platz“ zelebriert. Eingeleitet durch die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ würdigten die Redner die Geschichte der Partnerschaft und erinnerten an die Gründungsväter Constant Chauvin, Michel Cuenot, Pierre Régnier, Gilles Maillard Salin, Manfred Kienzle, Kurt Klein, Otto Heinrich Kieninger und Helmut Datz. 

Beitrag zum Frieden

Stand früher die Aussöhnung mit dem ehemaligen „Erbfeind“ Frankreich und das Kennenlernen einer anderen Kultur im Mittelpunkt, spielen diese Aspekte bei den regelmäßigen Treffen und freundschaftlichen Verbindungen zwischen den Menschen heute keine Rolle mehr. 

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»Diese Freundschaften haben nur Bestand, wenn sie gelebt und immer wieder erneuert werden«, sagte Bürgermeister Wolfgang Hermann in seiner Festrede. Städtepartnerschaften trügen aber auch in elementarer Weise zum Frieden und zur Völkerverständigung in Europa bei. Der Bürgermeister betonte, dass man die europäische Dimension immer im Blick haben müsse. Nationale Egoismen seien nicht der richtige Weg, um Frieden und Freiheit, Selbstbestimmung und Solidarität und unseren Wohlstand dauerhaft zu sichern. 

Nur gemeinsam sei Europa stark und könne anderen helfen, führte der Bürgermeister als Beispiel die Hilfe für Burkina Faso an. „Wir haben Arbois im Herzen, wir haben Hausach im Herzen und wir haben uns gegenseitig im Herzen«, rief Wolfgang Hermann den Feiernden zu.
Angela Menke merkte kritisch an, dass der Partnerschaft dringend eine „Verjüngungskur“ verschrieben werden müsse und neben den weißen Haaren in Zukunft auch blonde, braune oder rote nötig sein, damit das Projekt nicht eines Tages scheitere. Wohin es führe, wenn sich die Jugend nicht für Europa interessiere, könne man eindrucksvoll am bevorstehenden Brexit erkennen.

Brahms-Konzert

Deutschschüler des Collège Pasteur und des Collège Saint Juste trugen eindrucksvoll ein Gedicht zu „Grenzgängern“ vor und rezitierten aus dem Schubertlied „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“. Den Abschluss bildete der Chor „La Vervette“ mit Schuberts bekanntem »Sanctus«. Nach der feierlichen Erneuerung der Partnerschaft setzten sich alle zu einer „Mâchon  Franc-Comtois«, einer Spezialität aus der Region, zusammen. 

Das Jubiläumswochenende wurde beschlossen mit einem Brahms-Konzert des in Hausach bekannten Chorus „Opus 39“ unter der Leitung von Christian Bacheley. Der Kirchenraum von St. Juste bot sich als wunderbarer Klangraum für dieses Konzert an. Überwältigt von der Gastfreundschaft der französischen Freunde und unvergesslichen Augenblicken traten die Hausacher am Sonntagabend die Heimreise an.

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