Hausach

Ab 23. September wird in der Hausacher Mensa wieder gekocht

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11. September 2019

(Bild 1/3) Baustellenbesuch: Zum heutigen Schulanfang sind in der Mensa im Hausacher Schulzentrum noch die Handwerker zugange. ©Claudia Ramsteiner

Heute ist der erste Schultag nach den Sommerferien. Noch eineinhalb Wochen müssen die Schüler ihr eigenes Essen mitbringen oder woanders ihren Hunger stillen. Die Mensa ist noch eine Baustelle, aber nicht mehr lang: Ab Montag, 23. September, wird hier wieder frisch gekocht.

Der »sportliche Zeitplan« wurde fast eingehalten: Die für 16. September geplante Öffnung der Mensa verschiebt sich lediglich um eine Woche. »Die Zeit nehmen wir uns noch, damit das Mensateam noch in Ruhe einräumen und einen Probelauf starten kann«, sagte gestern Architekt Achim Lehmann auf OT-Anfrage. Zumal es jetzt in der Endphase immer wieder mal zu Lieferverzögerungen beim Material oder bei Bauteilen gekommen sei. Auch die neuen Möbel werden erst im Oktober angeliefert. »Aber das ist nicht schlimm, wir werden am 23. September auf jeden Fall öffnen, wir haben ja noch viele Möbel im Bestand«, so Lehmann.

Die erste Zeitverzögerung habe sich bereits bei den Fundamentgründungen ergeben, »aber da die Firma Echle den ganzen Urlaub durchgearbeitet hat, wurde das sehr gut wieder aufgeholt«, erläuterte Winfried Klausmann vom städtischen Bauamt bei einem Baustellenbesuch des Offenburger Tageblatts gestern. 

Durch die Erweiterung wurde nicht nur die Zahl der Sitzplätze von 160 auf 260 aufgestockt, auch die Küche ist wesentlich größer geworden und die Theke verlängert. »Damit können wir nun den Snackbereich und die warmen Mahlzeiten trennen«, sagt Mensaleiterin Elke Nolte. Es werde künftig dann auch zwei Kassen und damit wesentlich kürzere Warteschlangen geben.

Kühl- und Gefrierzellen

Sie hatte gestern gerade die Rundmails an ihre fünf Mitarbeiterinnen geschickt, dass ab nächsten Mittwoch definitiv eingeräumt wird. Der Küchenbereich wurde auch um Kühl- und Gefrierzellen erweitert, »damit sind nun hoffentlich auch die Lagerschwierigkeiten Vergangenheit«, so Elke Nolte.

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Die neue Technik in der Küche und die neuen Schüler, die sich ja auch erst eingewöhnen müssen, das werde sich in den ersten Wochen noch einspielen müssen. Am Speiseplan selbst wird sich nicht viel ändern. »Wir bieten vegetarische und Fleischgerichte, täglich frische Rohkostsalate und selbst zubereitete Desserts«, da sei für jeden etwas dabei. 

»Ich koche dort ja schon seit acht Jahren und weiß, was gern gegessen wird«, sagt die Kantinenchefin. Der Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität, zwischen vielfältigem Angebot und nichts wegwerfen müssen ist für Elke Nolte eine tägliche Herausforderung, die sie gern annimmt. Das Essen werde hier ja nicht direkt subventioniert, es soll regional, saisonal und frisch, aber trotzdem preiswert sein. 

Freude auf die Schüler

Natürlich richtet sie sich dabei auch nach den Wünschen der Schüler. »Die Erziehung muss daheim stattfinden. Wenn ein Kind kein Gemüse ist oder von zu viel Zucker verwöhnt ist, kriege ich das in der fünften Klasse auch nicht mehr hin«, sagt die Mensaleiterin. 
Sie freut sich über die größere Küche, die besseren Arbeitsbedingungen, und ab 23. September freut sie sich auch wieder auf hungrige Schüler und Lehrer aller Schulen auf dem Campus. Die Mensa befindet sich zwar im Robert-Gerwig-Gymnasium, steht aber allen Schülern offen. 

Die Baustelle ist damit natürlich noch nicht beendet, denn in der zweiten und dritten Etage entstehen noch weitere Schulräume fürs RGG. Damit die Handwerker in der Regel nicht durch die Schule müssen, wird die Logistik über die Außenfassade erfolgen. »Wir werden dafür den Anbau vom Bestand abtrennen, ein Fassadenelement noch weglassen und eine Bautür einbauen sowie außen eine Bautreppe montieren«, erläuterte Architekt Lehmann. 

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