Spenden für Waisenhaus

Ein Abend ganz im Zeichen Afrikas in Haslach

Autor: 
Christine Aberle
Lesezeit 3 Minuten
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17. September 2019
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Bei der Benefizveranstaltung im katholischen Gemeindezentrum für ein Waisenhaus in Ghana gab es eine Modeschau zu sehen. ©Christine Aberle

Der Samstagabend im katholischen Gemeindezentrum St. Sebastian in Haslach hätte mehr Gäste verdient gehabt, ging es doch um die wertvolle Unterstützung eines Waisenhauses in Ghana. 

Irmgard Abdalla aus der Internationalen Gemeinde in Lahr, begrüßte am Samstag im katholischen Gemeindezentrum in Haslach die Gäste zu der Benefizveranstaltung für ein Waisenhaus in Ghana, die ganz im Zeichen Afrikas stand. Das unterstrich auch das Begrüßungslied von fünf Frauen in ihren bunten Gewändern, welches übersetzt heißt:  »Gott wird alles zum Guten wenden«. 

Die Trommlergruppe »Una Casa« unter der Leitung von Monika Einhaus führte die Besucher in afrikanische Gefilde, zuerst mit einem Rhythmus aus Ghana. Das anschließende »Bambo, bamboleo« mit Gesang und Trommeln wurde im Ursprung bei Festen gespielt. Die Lebensfreude konnte man heraushören. 

Ganz anders das Trauerlied aus Senegal. Hier spürte man deutlich, wie sich die Trommler ganz auf ihre Instrumente einließen und ganz eins waren damit. Als nächstes nahmen die Spieler die Besucher mit in die Wüste. Eine Karawane zog vorbei und es wurden nacheinander alle reihum in das Stück eingebunden und dann wieder daraus entlassen. Auch der heiße Wind war zu hören.

Fingerfood aus Afrika und Deutschland

Ein Tanzstück aus Ghana war als nächstes an der Reihe, bevor ein afrikanischer Rhythmus das deutsche Lied »Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt« begleitete. Dies kam beim Publikum gut an. Spätestens beim Refrain »Bella, Bella, Bella-Marie« wurde lautstark mitgesungen.

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Nachdem der Gaumen mit Fingerfood aus Afrika und Deutschland und die Ohren mit den fernen Klängen zufriedengestellt waren, gab es etwas für die Augen, eine afrikanische Modenschau. Ob mit krausen Haaren, Rastazöpfen oder glatt geföhnt, ob barfuß oder mit Stöckelschuhen, die Models zeigten tolle Farben und Schnitte mit ihren Kleidern und Accessoires, was das Publikum begeistert aufnahm.

Dann wurde es ernst im Saal, denn die Geschichte der kleinen Ruth Blessing aus Ghana wurde authentisch erzählt. Unter welchen dramatischen Umständen ihre Mutter bei der Geburt im sechsten Monat starb, wie viel Elend es unter den jungen schwangeren Frauen gibt und wie notwendig ein Waisenhaus dort ist. 

Monika Adakou-Komey dem Tränen nahe

Monika Adakou-Komey hat  20 Jahre in Haslach gelebt. Sie sorgte für das kleine Mädchen und treibt den Bau des Waisenhauses voran. Sie war den Tränen nahe, als sie erzählte: »Ich bin in Afrika aufgewachsen. Aber mir ist nie aufgefallen, wie schlimm die Armut dort ist. Ich möchte einen Ort schaffen, wo Kinder Kinder sein können.«

Irmgard Abdalla fügte hinzu, dass wir hier in Deutschland an fetten Töpfen säßen. Sie bat die Besucher ihr Herz und ihre Geldbeutel zu öffnen, um das Waisenhaus in Ghana weiterbauen zu können. Dort gibt es momentan wegen Erschöpfung des Budgets einen Baustopp. 

  • Info: Spenden können über folgende Bankverbindung getätigt werden: DE 50 6649 2700 0088 1647 09, BIC GENODE61KZT, Verwendungszweck Spende, »House of Blessing«

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