Schenkenzell

Abenteuer mit dem Dudelsack rund um Schenkenzell

Martina Baumgartner
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15. August 2022
Die jungen Musiker sind seit fünf bis 13 Jahren treue Musiker der „Happy German Bagpipers“ mit Leiter Falk Paulat (von links): Jennifer und Domenik Königshoff, Valentina Levin, Anzela Eifeld und Imen Bouzaiana.

Die jungen Musiker sind seit fünf bis 13 Jahren treue Musiker der „Happy German Bagpipers“ mit Leiter Falk Paulat (von links): Jennifer und Domenik Königshoff, Valentina Levin, Anzela Eifeld und Imen Bouzaiana. ©Martina Baumgartner

Die Musiker der niedersächsischen Konzert-Band „Happy German Bagpipers“ gingen in Schenkenzell in musikalische Klausur – mit ungeahnter Freiheit und Verlassen der Komfortzone.

Frühwanderer trauten Ende Juli beim abgelegenen Schenkenzeller „Waldhäusle“ ihren Ohren kaum: Mitten im Wald erklangen Dudelsäcke, Trommeln und Sambaschellen. Des musikalischen Rätsels Lösung: die „Happy German Bagpipers“.

„Morgens proben wir Stücke, die uns noch kräftig jucken, nachmittags machen wir Freizeit und gucken uns die Region im Schwarzwald an und dann gibt’s Auftritte“, erklärte Falk Paulat im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt. Der 79-jährige Leiter der Konzertband aus Jade bei Oldenburg war mit fünf Musikern im Alter von 15 bis 21 Jahren bereits zum vierten Mal im „Waldhäusle“. Dort verbrachten sie gemeinsam 14 Tage ihrer Sommerferien im Zeichen von Musik und Abenteuer.

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„Es hat schon fast was von nach Hause kommen, wenn die Schwarzwald-Hütte auftaucht“, sagte Jennifer Königshoff, die zum vierten Mal mit Paulat sowie Domenik und Jennifer Königshoff und Anzela Eifeld im „Waldhäusle“ war. Zum ersten Mal im Schenkenzeller Probencamp der Niedersachsen war Imen Bouziaiana. „Zum Glück“, sagen die Musikerkollegen, auch mit Blick auf die leckeren Speisen, die die mit 15 Jahren zurzeit jüngste Musikerin für die Gruppe zubereitete. Normalerweise „verdient“ sich die kleine Band ihre jährlichen Probenreisen mit Auftritten vor Ort. Diesmal etwas spontaner als gewöhnlich, denn wegen der Pandemie sei zur Festsetzung des Reisetermins und lange danach keine verlässliche Konzertterminplanung möglich gewesen.

Reisen wollten die Musiker allerdings dennoch. Und es ergab sich – vertrauensvoll erwartet – bisher immer eine Gelegenheit, die morgens geübten Stücke manchmal noch am selben Tag aufzuführen: Nach Besichtigung von Duravit in Hornberg landeten die Musiker beispielsweise in der Innenstadt, wo die Vorbereitungen fürs Stadtfest liefen. „Da haben wir die Bremse reingehauen, uns nach den Organisatoren durchgefragt und ein spontan ausgehandeltes, bezahltes Engagement mit der Stadt für den kommenden Tag ausgemacht“, verriet Paulat. Auch nach ihrem Besuch in der Druckerei in Alpirsbach spielten sie auf Wunsch des Betreibers für eine Spende. „Die Instrumente haben wir natürlich immer an Bord“, so Paulat. In Villingen-Schwennigen, Rottweil oder Freudenstadt spielt die Band auch mal spontan für eine Hutspende vor Passanten.
„Die jungen Musiker haben bei uns alles frei.“ Dafür sorgt Paulat mit heimatlichen Auftritten gegen kalkulierte Gage. Große Konzertreisen wie einst nach Indien und Schottland seien nach der Corona-Krise zurzeit aber nicht mehr drin.

Doch zu seinem 80. Geburtstag im kommenden Jahr und dem 40-jährigen Bestehen der „Bagpipers“ plant der Leiter eine Reise der Musiker nach Kroatien. Schenkenzell stehe allerdings nach wie vor als Probencamp auf der Wunschliste der Musiker.

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