Hornberg

Abifeier auf der Freilichtbühne statt im Festsaal

Autor: 
red/ra
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04. August 2020

Die Abiturienten des Schwarzwaldgymnasiums Triberg feierten die Zeugnisübergabe in der Freilichtbühne Hornberg. ©Schwarzwaldgymnasium

Alle 46 Abiturienten des Schwarzwaldgymnasiums Triberg haben ihr Reifezeugnis in der Tasche und feierten dieses Ereignis am Freitag in der Hornberger Freilichtbühne im Storenwald. 

Nach der Enttäuschung über den coronabedingt abgesagten Abi-Ball fanden die Abiturienten des Schwarzwaldgymnasiums Triberg eine kreative Lösung. So hatte der Historische Verein und die Stadt Hornberg den Schulabgängern ermöglicht, die Zeugnisübergabe und Preisverleihung in einem würdigen Rahmen vor der idyllischen Kulisse der Freilichtbühne direkt unter der alten Burg abzuhalten. Moderator Leon Fehrenbacher aus der elften Klasse begrüßte am frühen Freitagabend neben den Abiturienten auch deren Eltern, Bürgermeister Siegfried Scheffold, Schulleiter und Lehrer, die alle unter strengen Hygienevorkehrungen das Gelände betreten hatten.

Schulleiter Oliver Kiefer verglich in seiner Laudatio die drängenden gesellschaftlichen Themen seines eigenen Abitursjahrgangs mit den aktuellen, mit denen sich die heutigen Schulabgänger konfrontiert sehen. Der wesentliche Unterschied sei, so erläuterte er, dass die vorhergehenden Jahrgänge den Blick auf eine immer bessere Zukunft gerichtet hätten, während den diesjährigen Schulabgängern von den Medien bereits das Label „Generation C(orona)“ verliehen worden sei. Sie würden abgestempelt als eine Art „lost generation“, die eher negativ in die Zukunft blicke, was aktuelle Studien auch belegten.

„Generation Zukunft“

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Allerdings widersprach Oliver Kiefer dieser Tendenz und machte den scheidenden Schülern Mut: Sie seien jetzt genau die Generation, die es in der Hand habe, die Herausforderungen anzunehmen, längst fällige Veränderungen in Politik und Gesellschaft herbeizuführen, Probleme offensiv anzugehen, die in den verschiedenen Krisen der vergangenen Jahre zwar erkannt, aber deren tatsächliche Lösung immer wieder aufgeschoben worden sei. „Lasst euch nicht verunsichern, sondern geht es an“, lautete sein abschließender Appell, denn die „Generation C“ könne zu einem positiven Meilenstein in der Geschichte werden.

Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold griff in seiner Rede den Begriff auf und veränderte ihn zur „Generation Z(ukunft)“. Auch er ermunterte die Schulabsolventen dazu, dass alle mit ihren persönlichen Fähigkeiten und individuellen Talenten etwas positiv Zukunftsweisendes bewirken können, ob in der Ferne oder in der Heimat. Letzteres liege ihm sehr am Herzen, denn Hornberg brauche gut ausgebildete und engagierte Bürger. Überdies habe die Region wirtschaftlich und kulturell einiges zu bieten und sei durch ihre wunderbare Natur und den kleinstädtischen Charme ein idealer Lebensraum für Familien.

Siegfried Scheffold betonte die freundschaftliche Verbundenheit mit den Triberger Schulen und zeigte sich stolz, dass auch 15 Hornberger Jugendliche zu den diesjährigen Abiturienten gehörten. Alle 46 haben das Abitur bestanden und liegen mit dem Durchschnitt von 2,3 über dem Landesschnitt, informierte Schulleiter Kiefer, bevor er die Abiturszeugnisse – mit Abstand, aber nicht weniger feierlich – überreichte.

Stichwort

Preisträger

Folgende Abiturienten des Schwarzwaldgymnasiums Triberg erhielten Preise für beste Leistungen:
Antonio Gerner, Triberg (Schulpreis für bestes Abitur mit 1,0, Fachpreis Französisch); Hannah Kimmig, Schonach (Deutsch); Niklas Bossert, Hornberg (Englisch); Alica Mauscherning, Triberg (Mathematik, Gemeinschaftskunde/Wirtschaft, Preis der Landeszentrale für politische Bildung); Marcel Rombach, Schonach (Mathematik, Chemie); Liesa Lehmann,  Hornberg (Religion); Joshua Rzepka, Hornberg, und Valantin Nagel, Triberg (Preis für Engagement in der SMV und im künstlerisch-musischen Bereich); Nikolas Kienzler, Triberg (Geschichte); außerdem erhielten alle mit einem Schnitt von 1,5 und besser ein Online-Stipendium: Antonio Gerner, Alica Mauscherning, Hannah Kimmig, Marcel Rombach, Sarah Kuner und Liesa Lehmann.

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