Hornberg

Abschied nach 14 Jahren Regie

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 2 Minuten
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28. Juli 2015
Angelika Rapp und Margot Lang dürfen mit Unterstützung des Historischen Vereins sämtliche deutschen Freilichtbühnen besuchen.

Angelika Rapp und Margot Lang dürfen mit Unterstützung des Historischen Vereins sämtliche deutschen Freilichtbühnen besuchen. ©Petra Epting

Die emotionalen Momente waren am Sonntag vorprogrammiert, als Märchen-Spielleiterin Angelika Rapp offiziell vom Historischen Verein Hornberg verabschiedet wurde. Für sie gab es im Anschluss im »Schlosshotel« noch eine ganz besondere Überraschung.

Wer Angelika Rapp ein bisschen näher kennt, der weiß, dass ihr am Sonntag der Abschied von der Erwin-Leisinger-Bühne als Spielleiterin alles andere als leicht fiel. Schon vor Tagen äußerte sie, es sei ein »komisch leeres Gefühl«, da sie in früheren Jahren noch während das aktuelle Märchen lief, längst mit den Vorbereitungen für das nächste Stück beschäftigt war.

Doch durfte sie sich bei der letzten Vorstellung noch einmal über eine ausverkaufte Bühne und glänzend aufgelegte Darsteller freuen. Und jene hatten es sich nicht nehmen lassen und beim obligatorischen Abschlussabend nach der letzten Vorstellung im Schlosshotel für eine besondere Überraschung gesorgt: Viele Märchenfiguren der letzten 14 Jahre in den Originalkostümen spielten, sangen und tanzten für die völlig überraschte Spielleiterin. Dafür wurde extra heimlich geprobt und Angelika Rapp zeigte sich begeistert und überrascht, was ihre Märchengruppe bot. Dazu passte auch hervorragend das Lied »Vogelfrei« von Till Eulenspiegel, denn so darf sie sich jetzt erst einmal fühlen. Sogar Zugaben gab es und so war die Abschlussfeier rundum gelungen.

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Zuvor würdigten nach dem letzten Spiel die Vorsitzenden des Historischen Vereins Hornberg, Jürgen Schaumann und Fritz Wöhrle, die Verdienste von Angelika Rapp und der langjährigen zweiten Spielleiterin Margot Lang. Rapp kam 1985 nach Hornberg, verliebte sich sofort in die Bühne, spielte selber viele Rollen und übernahm schließlich in den vergangenen 14 Jahren die Regie.

Eintritt auf Lebenszeit

»Zwischen 80 000 und 90 000 Zuschauer begeisterte sie in dieser Zeit. Hut ab, das kann man gar nicht genug würdigen«, dankte Jürgen Schaumann im Namen des ganzen Vereins – und überreichte für die Hornberger Bühne eine Eintrittskarte auf Lebenszeit. Was Angelika Rapp mit ihrer Arbeit leistete, wie sie Kinder und Jugendliche an das Theater heranführte und wie wichtig gutes Kinder- und Jugendtheater überhaupt ist, davon sprach der Ehrenpräsident des Landesverbands der Amateurtheater Baden-Württemberg, Rolf Wenhardt. Er zeigte sich von »Ariella« total begeistert und rief allen ein »Weiter so« zu. Der scheidenden Spielleiterin überreichte er das Buch mit dem Titel »Kindern eine Bühne geben«.

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