Hornberg

"Ärzte am Bärenplatz" haben neue Kollegin

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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30. Januar 2016

Ärztin Andrea Rohr freut sich auf ihre kommenden Aufgaben – und auf ihre künftigen Patienten der Hornberger Praxis »Ärzte am Bärenplatz«. ©Petra Epting

Die Suche nach jungen Ärzten, die aufs Land wollen, ist bekanntlich schwierig. Deshalb dürfen sich das Hornberger Praxisteam der »Ärzte am Bärenplatz« und natürlich alle Patienten umso mehr über die Verstärkung durch Ärztin Andrea Rohr freuen. 

Noch ist Andrea Rohr zwar keine Fachärztin für Allgemeinmedizin, aber auf dem besten Weg dahin. Mindestens zweieinhalb Jahre wird die 31-Jährige für ihre Weiterbildung in der Hornberger Praxis arbeiten – und da sie mit ihrem Mann Björn, Anästhesist am Wolfacher Klinikum und Notarzt, in Hausach lebt, darf man zumindest hoffen, dass sie den Hornbergern auch darüber hinaus erhalten bleiben wird.
Seit Jahresbeginn verstärkt Andrea Rohr das Bärenplatz-Team um Martin Wetzel, Carmen Ramm und Hans-Joachim Herr – der entgegen einiger Gerüchte aber nicht in den Ruhestand gehen wird. »Wir sind jetzt ein Viererteam«, blickt Andrea Rohr gespannt auf ihre künftigen Aufgaben. Über das Förderprogramm »Praktische Zukunft – Junge Ärzte im Kinzigtal« (siehe Kasten) kamen die Mutter eines einjährigen Sohnes, die ein Jahr Elternzeit nahm, und die Ärzte am Bärenplatz zusammen. Wie ihr Mann arbeitet sie 80 Prozent und freut sich über die gute »Work-Family-Balance« in der Praxis, die es ihr ermöglicht, stets flexibel zu reagieren.  
Denn wie so viele arbeitende Eltern müssen auch Andrea und Björn Rohr nun den Spagat eines Arbeitslebens mit Kindern meistern. »Benjamin ist bei einer Tagesmutter untergebracht«, sind die Hausacher Kindergarten-Öffnungszeiten nicht mit den Arbeitszeiten der beiden Mediziner zu vereinbaren. Hat Andrea Rohr dann mal Freizeit, gehört die ganz ihrem Sohn. »Vielleicht noch ein bisschen joggen, und wir kochen gern gemeinsam, aber das war es dann erst mal«, schmunzelt sie bei der Frage nach ihren Hobbys.
Die Ärztin kommt aus der Nähe von Bonn und hat dort studiert. »Eigentlich wollte ich Biologin werden«, erzählt sie, wie es dann zu einem Praktikum in einer Klinik kam und ihr die Arbeit dort großen Spaß machte. »Ich habe mich zwar relativ spät für das Medizinstudium entschieden, aber noch keinen Tag bereut«, berichtet die sympathische junge Frau.

»Spannende« Aufgabe

 Es ist das breite Spektrum, das sie an der Allgemeinmedizin reizt, für die sie sich von Anfang an interessierte. Und damit sie »breit aufgestellt ist«, absolvierte sie ihre Klinikzeit in vielen Abteilungen der Kliniken in Offenburg und in Wolfach, wo die gebürtige Eiflerin dann ihren Mann kennenlernte. Jüngere und ältere Patienten, die ganze Palette an Krankheiten, die Hausbesuche bei denen sie schon in den Außenbereichen Hornbergs dabei war, aber auch das Familiäre, die Familiengeschichten, die man mitbekommt, wenn man ganze Generationen betreut – für Andrea Rohr ist genau das das Spannende. Und für eine Praxis auf dem Land, die eben nach solchen Nachfolgern sucht, dürfte sie ein ziemlicher Glücksfall sein. 
Denn wie schwierig es ist, Ärzte aufs Land zu bekommen, ist bekanntlich Gegenstand vieler Debatten, so auch erst wieder bei einer politischen Veranstaltung im Herbst des letzten Jahres in Hornberg. »Auch meine Kollegen freuen sich, dass wir jetzt ein Viererteam sind – und dass noch mal eine Frau dazukam«, sagt Andrea Rohr. 

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Stichwort:

Förderprogramm: Mit dem Förderprogramm Allgemeinmedizin »Praktische Zukunft – Junge Ärzte im Kinzigtal« ermöglichen die Gesundes Kinzigtal GmbH sowie viele beteiligten Partner jungen Ärztinnen und Ärzten eine bis zu fünfjährige strukturierte und zielgerichtete Weiterbildung in vielen Praxen und Krankenhäusern der Region Kinzigtal für die Gebiete Innere Medizin und Allgemeinmedizin. 

 

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