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Wolfach-St. Roman

Ärzte-Septett bietet Hochgenuss

Anspruchsvolles Benefizkonzert in St. Roman / Zuhörer spenden mehr als 1000 Euro für »Pwojè men kontre«
03. Juni 2014
&copy Erich Hermann

Erstaunlich viele Besucher waren am Samstagnachmittag in die St. Romaner Wallfahrtskirche gekommen, um das Septett des Welt-Ärzteorchesters zu hören. Neben der Unterhaltung stand das Haiti-Projekt »Pwojè men kontre« im Mittelpunkt.

Ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins »Pwojè men kontre« gab das Septett des Welt-Ärzteorchesters am Samstag in der Wallfahrtskirche St. Roman. Vorsitzende Anke Brügmann schilderte die große Herausforderung, vor der das Projekt im Moment stehe. Winfried Winkelhog betonte als Sprecher der Musiker, wie sehr sie von den Informationen Brügmanns beeindruckt gewesen seien, und bat um Spenden. Mehr als 1000 Euro kamen am Ende zusammen.

Pfarrer Benno Gerstner ging, Bezug nehmend auf  das Septett, auf die Bedeutung der Sieben als »heilige Zahl« ein – auf die sieben Schöpfungstage und, so kurz vor Pfingsten, auf die sieben Gaben des heiligen Geists. Ludwig van Beethovens Septett op. 20, das er im Alter von 29 Jahren geschrieben hatte, war schon zu Lebzeiten des Komponisten ein populäres Werk. Es war ein Hochgenuss, einmal das ganze Werk mit allen sechs Sätzen zu hören.

Erst 22 Jahre alt war der Schwede Franz Berwald im Jahr 1818, als er sein Septett geschrieben hat. Gespielt wurde in St. Roman die Fassung von 1828. Der Komponist hatte zu Lebzeiten wenig Anerkennung gefunden und musste seinen Lebensunterhalt in verschiedenen Berufen verdienen – unter anderem als Orthopäde in Berlin. Ob die musizierenden Ärzte am Samstag Seelenverwandtschaft mit dem Komponisten empfanden, bleibt ihr Geheimnis – hörenswert war das Werk allemal.

Es ist müßig, einzelne Musiker herauszuheben, obwohl die technischen Anforderungen immer wieder enorm waren. Zwei Tage intensiver Probenarbeit waren nötig. Dafür erlebten die Zuhörer eine überzeugende Ensembleleistung.
In ihrer Dankesrede wies Anke Brügmann darauf hin, dass »Pwojè men kontre« vor einer großen Herausforderung stehe, weil durch den Bau einer Schnellstraße Schule und Waisenhaus verlegt werden müssten. Sie dankte allen, die sich für das Konzert eingesetzt hatten, allen voran den Musikern Wilfried Winkelhog (Horn), Julia Weissmann (Violine), Stefan Junker (Klarinette), Johannes Heusgen (Fagott), Klaus Laumen (Viola), Elfriede Witschier (Cello) und Winfried Westermann (Kontrabass). Die Spenden seien für das kaum zu bewältigende Vorhaben besonders willkommen.

Autor:
Erich Hermann

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