Neue Hornberger Tagespflege

Am Anfang steht die Aufbauarbeit

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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11. September 2018

Heimleiter Torsten Dalichow (rechts) mit den Tagespflege-Fachkräften Leonid Deck als Leiter und Christiane Adam – und dem neuen »Jahreszeiten-Baum«. Schon einige Einwohner schauen öfter zu Besuch herein, weitere sind eingeladen. ©Petra Epting

Vier Wochen ist die neue Tagespflege des Hornberger Stephanus-Hauses nun am Start. Die derzeit zwölf Tagesgäste und das Team befinden sich mitten in der Aufbauarbeit und sind froh, langsam starten zu können. Weitere Tagesgäste sind willkommen und jederzeit ist ein Schnuppertag möglich.

Eine gute Stimmung herrschte letzte Woche bei den Gästen der Tagespflege Hornberg während des Bastelns von lustigen kleinen Stoff-Käppchen, von denen sie gern eines an die erfreute Besucherin abgaben, das umgehend seinen Platz am Innenspiegel des Autos fand: So einfach und doch wirkungsvoll für alle Seiten. Nicht alle beteiligen sich am Angebotenen, aber das muss auch gar nicht sein. »Es handelt sich hier um Senioren, die ihre Persönlichkeit haben und Entscheidungen selber treffen. Wir fördern die Selbständigkeit«, erläutert der Heimleiter des Hornberger Stephanus-Hauses, Torsten Dalichow. Dazu gehört auch, dass der Speiseplan mal kurzfristig umgeworfen werden kann, wenn die Gäste auf etwas anderes Lust haben.

Vertrauen aufbauen

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Denn es wird gemeinsam gekocht und Gemüse geschnippelt. Auch das baue gerade durch die damit verbundenen Gespräche Vertrauen auf, so der Leiter Leonid Deck. Viel Raum und damit anders als bei der stationären Pflege bleibt für die Sozialkompetenz. »Hier ist die Zeit dafür und wir nehmen uns auch mal humorvoll auf die Schippe«, so Deck. »Eine Tagespflege ist immer Aufbauarbeit«, sind sich die beiden einig – und sind doch ganz froh darüber, dass sie mit derzeit zwölf Tagesgästen langsam starten können. Denn für das Team, zu dem noch Christiane Adam, Sigrid Krenz und Fahrer Al Achmad Zakaria gehören, ist alles ebenfalls Neuland. Die Gruppen wechseln täglich und noch steht man am Anfang des Zusammenfindens. Doch »das Vertrauen wächst von Tag zu Tag«. Sehr gut angenommen wird von den Angehörigen der Abholservice. Neben Hornbergern gibt es Tagesgäste aus Gutach und Triberg. Abgeholt werden können aber auch Gäste aus Hausach, Wolfach oder St. Georgen. Fußpflege und Krankengymnastik – alles kommt ins Haus und wird miteinander vernetzt. Ein Friseur und Läden befinden sich in der Nachbarschaft.

Kurzzeitpflege kann in Tagespflege verbracht werden 

Was viele ebenfalls nicht wissen: Auch eine Kurzzeitpflege kann in der Tagespflege verbracht und die Gelder hierfür verwendet werden. »Einfach vorbeikommen und sich informieren«, laden Torsten Dalichow und Leonid Deck ein. Etwas verwundert sind sie darüber, dass es für das Wochenende erst eine Anfrage gab. Machen sie bei Gesprächen doch eigentlich immer wieder die Erfahrung, dass sich Angehörige freie Wochenenden wünschen. Aufgrund der schwierigen Personalsituation bei der Sozialstation gibt es derzeit auch noch keine verlängerten Öffnungszeiten. Ein Wunsch ist, dass die Hausärzte noch mehr auf das Angebot Tagespflege aufmerksam machen.

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