Wolfach

Amtsgericht hat Zweifel an Zeugensicht: 19-Jähriger darf wieder fahren

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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23. Oktober 2021
Die Aussagen der überholten Autofahrerin genügten dem Gericht nicht für eine Verurteilung des Angeklagten.

Die Aussagen der überholten Autofahrerin genügten dem Gericht nicht für eine Verurteilung des Angeklagten. ©Pipeline dpa

Vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs wurde einem jungen Kinzigtäler vorgeworfen. Doch Richterin und Staatsanwaltschaft hatten am Mittwoch Zweifel an der Schuld des jungen BMW-Fahrers.

Wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs musste sich ein 19-jähriger Kinzigtäler am Mittwoch vor dem Wolfacher Amtsgericht verantworten. Er soll am 27. Mai zwischen Schnellingen nach Fischerbach beim Ellengrund mit einem gefährlichen Überholmanöver zwei andere Autofahrer gefährdet haben.

Trotz Gegenverkehrs und Tempo 30 soll der 19-Jährige überholt haben, so die Anklage. Die überholte Fahrerin habe ebenso wie ein entgegenkommendes Fahrzeug scharf abbremsen müssen, um einen Unfall zu vermeiden.

Zeugin verfolgt BMW

Die Überholte, die sich das Kennzeichen nur bruchstückhaft merken konnte, nahm die Verfolgung des BMW auf, verlor ihn aber aus den Augen, als der Wagen in Fischerbach in ein Wohngebiet abbog. Auf der Weiterfahrt Richtung Hausach sei ihr der BMW von rechts aus einem Feldweg kommend wieder begegnet, erklärte die als Zeugin geladene Frau am Mittwoch. Diesmal habe sie das ganze Kennzeichen erkennen können. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei, woraufhin der Führerschein des Beschuldigten vorerst einbehalten wurde. Gegen einen entsprechenden Strafbefehl legte der 19-Jährige Einspruch ein, weshalb es nun zur Verhandlung kam.

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Der Angeklagte erklärte, dass er zwar aus dem Feldweg gekommen sei. Er sei aber nicht derjenige gewesen, der die Klägerin überholt habe. Die Zeugin wollte den BMW einmal an seiner riskanten Fahrweise wiedererkannt haben, zum anderen habe das Kennzeichen den Bruchstücken entsprochen, die sie sich gemerkt hatte. „Es war das gleiche Auto“, war sie sich sicher.

Zweifel an der Schuld

Der Staatsanwalt folgte dieser Sichtweise nicht: „Die Zeugin kann sich geirrt haben.“ Dass sie den Fahrer an seiner Fahrweise erkannt haben wolle, reiche nicht aus, um einen etwaigen Irrtum auszuschließen. Demnach sei nur ein Freispruch möglich, erklärte er.

Richterin Ina Roser schloss sich dieser Einschätzung an und sprach den 19-Jährigen frei. „Es bestehen begründete Zweifel an der Gleichheit der Fahrzeuge, wenn auch der Spielraum sehr eng ist.“

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