Steinach - Welschensteinach

Architekturbüro Kopf plant Überdachung für Lindenplatz

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25. Juni 2019

Die provisorische Überdachung des Lindenplatzes kann laut Kämmerin Petra Meister künftig nicht mehr genutzt werden, weil sie vom TÜV nicht abgenommen wird. ©Maria Benz

Der Steinacher Gemeinderat hat dem Architekturbüro Kopf den Auftrag erteilt, eine Überdachung für den Lindenplatz zu planen. Für das Projekt erhält die Kommune einen Zuschuss über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). 
 

Mit der Überdachung des Lindenplatzes geht für die Welschensteinacher Vereine ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Schließlich stand das Thema schon seit einigen Jahren auf der Agenda des Ortschaftsrats. Konkret sei es dann geworden, als der Gemeinde eine Förderung über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in Aussicht gestellt wurde, rief Kämmerin Petra Meister in der Gemeinderatssitzung am Montag in Erinnerung.

Beginn spätestens zum 1. November

Bei einem Treffen mit den Vereinsvertretern seien deren Wünsche aufgenommen worden und das Architekturbüro Kopf habe (bisher unentgeltlich) erste Pläne gefertigt, um den Zuschussantrag stellen zu können. Inzwischen wurde das Projekt vom Ministerium für Ländlicher Raum und Verbraucherschutz für Zuschusswürdig erkannt und ein Förderbetrag von 90 200 Euro bereitgestellt. Nach den Bestimmungen des Zuschussbescheids muss mit dem Projekt bis spätestens 1. November begonnen werden. 

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Wie berichtet, hatte das Architekturbüro die Kosten grob auf 215 000 Euro geschätzt und in Aussicht gestellt, dass sich der Betrag durch Eigenleistung der Vereine noch reduzieren lasse. Einigen Räten bereitete diese Summe aber Bauchschmerzen. Drei hatten Ende Juli 2018 deshalb gegen das Projekt gestimmt. 

Nicht zumutbar

In der Frageviertelstunde eingangs der Sitzung am Montag in der Allmendhalle Welschensteinach meldete sich Alexandra Vollmer-Himmelsbach aus den Reihen der Besucher zu Wort. Es sei zwar toll, dass der Lindenplatz überdacht werden soll, aber die Kosten seien enorm hoch – und in der Steinacher Ortsmitte gebe es noch nicht einmal eine öffentliche Toilette. Es sei nicht zumutbar, dass Gäste – wie an Fronleichnam – in der Turn- und Festhalle  auf Toilette gehen müssen. Sie wollte wissen, wann es bei diesem Thema endlich vorangehe und ob bei einem Projekt wie dem Lindenplatz nicht  mal ein Architekturwettbewerb veranstaltet werden könne. 

Bürgermeister Nicolai Bischler informierte darüber, dass die WC-Anlage in der Finanzplanung für 2020 vorgesehen sei. In Bezug auf den Lindenplatz sagte er: »Ein Architekturwettbewerb würde alles nur noch mehr aufblähen und verteuern.« 
Die Verwaltung schlug vor. das Architekturbüro Kopf für die Planung der Überdachung des Lindenplatzes zu beauftragen, was der Gemeinderat einstimmig befürwortete. 

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