Haslach im Kinzigtal

Aufregung um Haslacher Störche

Autor: 
Alois Krafczyk
Lesezeit 3 Minuten
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30. Juni 2020

Die Flugversuche der Haslacher Jungstörche verliefen nicht ganz reibungslos – am Samstag befreite Rudi Allgaier Storch „Arthur“ aus einer misslichen Lage und transportierte ihn ins Brühl, um ihn wieder in die Freiheit zu entlassen. ©Alois Krafczyk

Die Haslacher Jungstörche machen seit einigen Tagen ihre ersten Flugversuche. Dabei ist Storch „Arthur“ ein Missgeschick passiert. Doch dank der Storchenfreunde ist er inzwischen wieder bei seinen Geschwistern. 

War es nun „Erwin“, „Arthur“ oder „Josef“, der am vergangenen Donnerstag als erster der drei Haslacher Jungstörche zu seinem ersten Ausflug gestartet war?

Schon Tage zuvor kündigte sich durch vermehrte Flugübungen hoch droben im Nest auf der Pfarrkirche St. Arbogast ein baldiger Start an und dann war es auch soweit; in einem recht erfolgreichen Gleitflug umkreiste der Nachwuchsstorch mehrmals den Turm, schaffte es aber letztlich nicht ins Nest, wo seine zwei Geschwister der Dinge harrten, die da kommen sollten.

Er erreichte schließlich nur einen Absatz unterhalb des Nestes. Ein wiederholter Start aber brachte ihn am späten Abend dann noch näher an das Nest und am Freitagmorgen waren wieder alle drei hoch droben auf dem Turm beisammen. 

Weitere Flugversuche

Auch am Tag danach folgten weitere Flugversuche und über längere Zeit hinweg schaute sich der Jungstorch Haslach diesmal aus nächster Nähe zum Zifferblatt der Kirchturmuhr an. Und im Laufe des Vormittags kam es dann endlich zum Flug ins nahegelegene Nahrungsgebiet im Brühl, wo auch schon ein Altstorch unterwegs war.  

Hoch oben auf dem Kirchturm übten inzwischen die beiden dort verbliebenen Nestbewohner weiter mit ihren Flugversuchen. Am Ende hatte auch der flügge  gewordene Storch wieder seinen Platz im Nest eingenommen und alle erwarteten eine ergiebige Fütterung durch die Altstörche.

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Aber eng ist es inzwischen im Nest geworden und es dürfte nicht mehr lange währen und alle Nestbewohner werden in ihren „Jagdgründen“ unterwegs sein. 

Am Samstag herrschte jedoch helle Aufregung bei Haslachs Storchenfreunden, denn am Vormittag war einer der Jungstörche zwischen dem Gasthaus „Raben“ und der Metzgerei Lang in einen Zwischenraum gestürzt, und ohne Hilfe hätte er sich aus seiner misslichen Lage nicht mehr befreien können. 

Zurück in der Freiheit

So alarmierte Metzgermeister Norbert Lang  die Storchenfreunde Rudi Allgaier und Alois Krafczyk und diese befreiten den Jungstorch „Arthur“, wie der Ring belegte, aus seiner auswegslosen Situation und setzten ihn in einen großen Karton.

Sie transportierten ihn auf dem Fahrrad ins Wiesengelände Brühl und gaben ihm dort die Freiheit zurück, wo er die vergangene Nacht auf einem Hausdach im Brühl verbracht hatte. 
Dort leistete ihm dann schon der zweite Jung­storch Gesellschaft.

Denn dieser war am späten Samstag ebenfalls zu seinen ersten Rundflügen gestartet und wie zu beobachten war, mit Bravour. 
Derzeit erwarten die Storchenfreunde mit Spannung auch den Flugversuch des dritten Jungstorches und auch dieser übt beständig hoch droben im inzwischen fast vereinsamten Storchennest.

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