Kinzigtal

Aus für Baufirma Dieterle

Margarete Dieterle
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16. Oktober 2002
Das traditionsreiche Wolfacher Bauunternehmen Gebrüder Dieterle wird in den nächsten Monaten stillgelegt. Geschäftsführer Hans-Jörg Busch, der 1999 von Insolvenzverwalter Albert Hirt (Rottweil) mit der Führung der Firma beauftragt worden war, informierte die 39 Beschäftigten am Freitag.
Wolfach. Als Hauptgrund für die Betriebsschließung nannte Busch gestern die desolate Lage des Bauhauptgewerbes. Ohne Aufträge könne die Firma Dieterle, die nach dem Insolvenzantrag 1999 erfolgreich saniert worden ist, nicht weitergeführt werden. Um die wenigen Aufträge, die vergeben werden, balgten sich die Baufirmen förmlich. Erlöse seien nicht mehr zu erzielen. Auch bestehe derzeit keine Chance, die Firma zu verkaufen, da keine Bank dafür einen Kredit gebe, sagte Busch. Lange hatte man gehofft, dass die Verhandungen, die mit einer Schramberger Firma geführt worden waren, doch noch positiv abgeschlossen werden könnten. Aber diese Hoffnungen haben sich auf Grund der Krise im Baugewerbe zerschlagen. Vorbildliche Arbeit Drei Jahre lang hatte sich die Baufirma Dieterle trotz Insolvenz am Markt behaupten können. »Ich kenne keine andere Firma, die so lange weitergeführt werden konnte«, sagte Busch gestern. Er nannte dabei die Zusammenarbeit des Gläubigerausschusses, der Bank, der Belegschaft und des Betriebsrats mit dem Insolvenzveralter »vorbildlich«. In den nächsten Monaten werden die noch offenen Baustellen der Baufirma korrekt abgewickelt und fertiggestellt. Das sind vor allem in Wolfach die beiden großen Hochbauprojekte Neubau Firma Supfina auf dem Schmelzegrün und Neubau des Bettenhauses der Parkinsonklinik auf dem Straßburger Hof. Beide Projekte sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Ferner hat Dieterle in Hausach den Auftrag des Umbaus der Kaufmännischen Schulen und Straßenbauprojekte in Lossburg, Haslach (Schleifmatt und Seilerstraße) und in Schiltach (Auestraße und Zollmattstraße). Die meisten der 39 betroffenen Mitarbeiter sind aus Oberwolfach, Wolfach, Mühlenbach, Steinach, Fischerbach, Haslach, Schapbach, Schuttertal, Schramberg und Alpirsbach. Zu Beginn des Insolvenzverfahrens, der Antrag wurde im Januar 1999 gestellt, hatte die Firma noch 103 Mitarbeiter. In der Blütezeit hatte sie 1991 fast 180 Mitarbeiter beschäftigt. Da man sich bei den Sanierung vornehmlich von jüngeren und ledigen Mitarbeitern getrennt hatte, sind es nun viele ältere Familienväter, die von der Stilllegung betroffen sind und denen der Arbeitsmarkt bei der derzeitigen Lage im Baugewerbe keine Perspektiven bieten kann.

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