Hornberg

Außerordentlich: Große Ehre wird gleich sieben Narren zuteil

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07. Januar 2020

VSAN-Landschaftsvertreter Rudi Maurer (rechts) ehrte von rechts Jürgen Frey, Fabian Schweizer, Ralf Fuhlert, Maik Schreiner, Carmen Blum und Uwe Faller. Als Mitglieder neu aufgenommen wurden Dev Sharma (vorn), Antonio d‘Ambrosio (links) sowie die Familie Jasmin, Pia und Stefan Apfel. Auf dem Foto fehlt Markus Reeb, der beruflich verhindert war. ©Petra Epting

Die Narrenzunft steht in den Startlöchern und ist bereit für die kommende Fasnacht: Häsabstauben am Dreikönigstag und Auszeichnungen der treuesten Narren erledigte sie in einem Rutsch. 

Ein mächtiges Gewusel herrschte am Montagnachmittag in der Narrenkammer der Narrenzunft Hornberg. Zunftmeister Uwe Faller begrüßte die Schar gewohnt in Reimform, wünschte allen nur Gutes und verkündete, dass die Fasnetszit nun beginne.

Er dankte dem Kammerteam und wollte die Neumitglieder zwar nicht ermahnen, wies diese aber darauf hin, sich wie Narren zu benehmen.

Großer Nachwuchs lässt abstauben

Weil Vizezunftmeister Markus Reeb, der in Hessen arbeitet, leider keinen freien Tag bekommen hatte, half beim traditionellen Häsabstauben Kassierer Dirk Martin. Der VSAN-Landschaftsvertreter Rudi Maurer freute sich im Anschluss riesig über den zahlreichen Nachwuchs, der in der Kammer zugegen war. „

Treffen zu bedeutendem Anlass

Ein Anlass ganz besonderer Art und ein bedeutender Anlass für alle, die geehrt werden, aber auch für die Zunft selber“, betonte er.

Solch eine Ehrung gebe es nur alle vier Jahre, und zwar im Jahr des großen Narrentreffens, das 2020 in Bad Cannstatt stattfinden wird.

Die Regularien, wer wann einen Orden verliehen bekommt, sind streng. Ausnahmsweise durften sieben Personen gemeldet werden, weil die Zunft 70-jähriges Bestehen feiert.

Sieben Ehrennadeln beantragt und ausgegeben

Die Verleihung erfolge nur auf Antrag und er könne vermelden, dass es bei den sieben Hornberger Anträgen der Narrenzunft gleich klar gewesen sei, diesen zu entsprechen.

Bronzenes Edelmetall

Drei Ehrennadeln in Bronze wurden an Carmen Blum, Jürgen Frey und Fabian Schweizer verliehen.

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Carmen Blum: Sie ist seit 1994 Mitglied der Zunft und schlüpfte 1995 erstmals in das Gewand des „Hansele“. Nach 20 Jahren wurde sie Mitglied im Narrenrat und trägt außerdem maßgeblich zum Gelingen des Zunftballs bei. 

Jürgen Frey: Er ist seit 1988 aktives Mitglied und führte von 2005 bis 2010 Häsvorstellungen in der Schule mit durch. Außerdem ist er seit 1999 den Kassierern eine große Unterstützung und sowieso ein Mann der Zahlen.

Fabian Schweizer: Er ist seit 1993 aktives Mitglied und entstammt einer durch und durch närrischen Familie. Bekannt ist er als kreativer Kopf, der das jeweilige Fasnetsmotto in Bilder umsetzt und sich um Werbematerialien kümmert.

Silbernes Edelmetall

Die Ehrennadel in Silber ging an Maik Schreiner und Markus Reeb, dem die Ehrung nachgereicht wird.

Maik Schreiner: Er ist seit 1988 Mitglied und die Fasnacht wurde ihm quasi mit der Muttermilch eingeflößt. 2002 wechselte er in den Narrenrat und übernahm von 2002 bis 2008 das Amt des Zunftmeisters. Außerdem kümmert er sich bei Veranstaltungen um die Technik.

Goldenes Edelmetall

Für Ralf Fuhlert und Uwe Faller gab es die Ehrennadel in Gold.

Ralf Fuhlert: Er ist seit 1979 Mitglied und war zehn Jahre für die Organisation der „Teufelssuppe“ verantwortlich. Weitere 13 Jahre hat er sich um die Asservate in der Stadthalle gekümmert und über 20 Jahre war der einstige Narrenrat selbst aktiv und engagierte sich für das Weiterleben des Maskentanzes. Heute liegt seine Hauptaufgabe in der Pflege der Häser.

Uwe Faller: Er ist seit 1979 Mitglied und seit 1990 im Bereich „Bühnenbild und Technik“ engagiert. 1992 wurde er in den Narrenrat berufen und 2008 wurde er Zunftmeister. Uwe Faller legt sehr viel Wert auf öffentliche Präsenz, stilvolles Auftreten und Pflege des Brauchtums.

Narren schlossen Kooperationsvertrag mit Schule

Ein großes Anliegen ist ihm der frühzeitige Kontakt der Kinder und Jugendlichen mit der Fasnet. 2019 wurde ein Kooperationsvertrag mit der Schule geschlossen und unter anderem entstand die „Narrenfibel“.

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