Gemeinderat

Aussichtspunkt am Schiltacher Hohensteinfelsen ist umstritten

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13. Oktober 2019
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Diese Aussicht bietet sich den Besuchern vom zurzeit gesperrten Hohenstein. ©Martina Baumgartner

Zwei Varianten zur Auswahl sollen für den Zugang zur Felsnase als Aussichtspunkt von Landschaftsarchitekt Hansjörg Wöhrle in Vorderlehengericht geplant werden. Das beschloss der Gemeinderat am Mittwochabend mehrheitlich. 

Bei einer Ortsbegehung vor rund zwei Wochen hatte der Gemeinderat sich davon überzeugt, dass der Zugang zur Abbruchkante des Hohensteinfelsens als markanter Aussichtspunkt weit ins Kinzigtal zu beiden Seiten zugänglich gemacht werden soll (wir berichteten). Allerdings gestaltet sich der Abfall des Geländes vom Wanderweg rund zehn Meter tiefer zur Felsnase für Besucher  als nicht einfach zu bewältigen und für den Planer als keine leichte Aufgabe. 

Bei der Stadt sind in Folge von Presseberichten zum Ortstermin der Räte einige Rückmeldungen eingegangen und das Thema „scheint die Bürger zu bewegen“, informierte Bürgermeister Thomas Haas. Es gab einige positive Stellungnahmen dazu, beim Hohensteinfelsen einen gesicherten Aussichtspunkt zu installieren. Andererseits wollte der Bürgermeister auch eine negative Rückmeldung nicht unterschlagen: Eine Anliegerin der gegenüberliegenden Talseite am Hutschberg sah sich wegen der Einsicht zu den Grundstücken und Wohngebäuden dort durch einen eventuellen Aussichtspunkt beim Hohenstein in der Privatsphäre verletzt. Ein erstes Gespräch zum Thema mit dem Landschaftsarchitekten lässt vermuten, dass es sich bei der zu bearbeitenden Fläche um ein hochwertiges Landschaftsbiotop nach Naturschutzgesetz handelt. Das gelte es abzuklären, bevor man größere Schritte in Richtung „interessanten Anziehungspunkt“ unternehme, so der Bürgermeister.

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In die Fenster schauen

Hans-Jörg Heinrich (CDU) und Bruno Schuler (FWV) räumten ein, dass der Aussichtspunkt hunderte Meter vom Hutschberg entfernt wäre und auch Haas fügte hinzu, dass es bereits heute diese Aussicht gebe. Allerdings würde ein angelegter Aussichtspunkt an dieser Stelle auch die Besucherfrequenz erhöhen, gab er zu bedenken. 

Dennoch möchte der Gemeinderat in der Sache „behutsam und transparent voranschreiten“, formuliert Haas das weitere Vorgehen. 

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