Bebauungsplan zugestimmt

B-33-Abfahrt bei Steinach rückt näher

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11. September 2018

Die für den für den Windradbau errichtete Behelfsausfahrt soll um 150 Meter verlängert werden. An einem Knotenpunkt wird man dann in Richtung Lachen oder in Richtung Gewerbegebiete abbiegen können. ©Maria Benz

Bei zwei Gegenstimmen hat der Steinacher Gemeinderat am Montagabend dem Bebauungsplan für eine B 33-Abfahrt zur Anbindung der Gewerbegebiete Interkom und Bildstöckle grünes Licht gegeben. 

Hauptamtsleiterin Sabine Obert-Kempf rief eingangs noch einmal den bisherigen Werdegang und die für eine B-33-Anbindung sprechenden Gründe in Erinnerung. Schon 2006 sei beabsichtigt gewesen, eine Anbindung zur B 33 zu schaffen. Die bestehenden Zufahrten zu den Gewerbegebieten seien »leider sehr beengt« und mit der Abfahrt sollten vor allem die Kolpingstraße und die Prinzbacher Straße entlastet werden. 

2014 hat die Gemeinde vom Regierungspräsidium Freiburg grünes Licht für die Planung einer Abfahrt bekommen. Für die von der Gemeindeverwaltung sowie ansässigen Firmen gewünschte Auffahrt allerdings nicht. Für diese macht sich unter anderem Mathäus Armbruster von der gleichnamigen  Firma im Interkom immer noch stark – so auch am Montagabend in der Frageviertelstunde. Und Speditionsgeschäftsführer Friedrich Kern erklärte, dass seine Angestellten nur widerwillig durch die Gemeinde fahren, da die bestehende B-33-Auffahrt für sie nicht nutzbar sei.

Planung kritisch hinterfragt

Auch die Gemeinderäte denken noch immer an eine Auffahrt. Während Bertin Metzger (Junge Liste) bemängelte, dass er in den Plänen keinen Raum für eine spätere Auffahrt sehe, meinte Josef Meßmer (CDU), dass man sich auch über diese Gedanken gemacht habe. 

»Nun müssen wir aber vorwärts kommen«. sagte er. Vielleicht bekomme man dann zu einen späteren Zeitpunkt auch das Okay für eine Auffahrt. Kritische Anmerkungen gab es aber auch zu der von Diplom-Ingenieurin Kerstin Stern vom Büro Kappis vorgestellten Abfahrtsplanung, die auf einen Straßenbauentwurf von ITP Ingenieure basiert. 

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Gezielt hinterfragt wurden die Kurvenradien in der Abfahrt, die für lange Fahrzeuge eventuell zu knapp bemessen seien. Bürgermeister Nicolai Bischler und Planerin Kerstin Stern betonten, dass sie dies auch kritisch betrachtet hätten, ITP habe aber schriftlich versichert, dass dies so umsetzbar sei. 

Marco Müller (CDU) bemängelte zusätzlich, dass man nicht an die Fußgänger gedacht habe, und Katharina Schwendemann (Junge Liste) fehlt immer noch eine Verkehrskonzept für die gesamte Gemeinde. »Das Problem wird nur verschoben«, meint sie.

Laut Stern hat man bei der Planung dem Hochwasserschutz Rechnung getragen. Obert-Kempf gab als Ergebnis des Lärmgutachtes bekannt, dass keine Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Kostenbeteiligung noch zu klären

Bürgermeister Bischler äußerte sich zu den Kosten, die mit knapp 600 000 Euro wohl zu gering angesetzt seien. »Man kann davon ausgehen, dass es deutlich mehr wird und man eher bei 800 000 Euro landet. Allein für Steinach wäre das viel Geld«, kündigte er an, dass Gespräche über eine Kostenbeteiligung im Zweckverband Interkom in den kommenden Wochen zu führen seien.

Nach dem Aufstellungsbeschluss wird im nächsten Schritt wird nun mit einer einmonatigen Offenlage der Pläne und mit der Unterrichtung der Behörden die Öffentlichkeitsbeteiligung folgen. Außerdem soll parallel eine notwendige Änderung des Flächennutzungsplans erfolgen.

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