Kinzigtal

Bad Rippoldsauer Klinikärzte übernehmen Rettungsdienst

Autor: 
Franz Schmid
Lesezeit 2 Minuten
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21. Februar 2003
In der Kurklinik Bad Rippoldsau ist ab sofort ein Notarztwagen stationiert. Erstmals übernehmen die Klinikärzte von Montag bis Freitag die Notfallversorgung im oberen Wolftal.
Bad Rippoldsau-Schapbach. Ein fabrikneues Notfalleinsatzfahrzeug mit Notarztausstattung übergab jetzt Klaus Rau, Geschäftsfürhrer des DRK-Kreisverbandes Freudenstadt, an den Chefarzt der Bad Rippoldsauer Kurklinik, Dr. Bertil Kluthe. Das Fahrzeug hat insgesamt 42 000 Euro gekostet. Damit wird die notärztliche Versorgung der Bevölkerung im oberen Wolftal, die wegen der großen Entfernungen und der geographischen Verhältnisse seit vielen Jahren ein großes Problem darstellt, deutlich verbessert. Die Stationierung des Fahrzeugs erfolgte auf Vorschlag der Rippoldsauer Klinik. Die Zustimmung erteilte dann der Bereichsausschuss und der DRK-Kreisverband Freudenstadt. Die Klinikärzte besitzen die Zusatzbezeichnung »Notfallmediziner« oder haben die Zusatzausbildung »Rettungsdienst«. Künftig werden sie von Montag bis Freitag innerhalb der normalen Arbeitszeit die Notfallversorgung der Bevölkerung übernehmen. »Damit beginnt ein neuer Abschnitt in der Klinikgeschichte«, freute sich Geschäftsführer Wolfgang Salzig bei der Übergabe. Die Klinik übernehme als privater Träger künftig eine zusätzliche Aufgabe zum Wohle der Bürger und bringe somit auch die Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck. Verbesserte Versorgung DRK-Kreisgeschäftsführer Rau lobte die Bereitschaft der Klinikleitung und der Ärzte, durch die die Stationierung des Notarztwagens erst ermöglicht wurde. Dadurch werde die Einsatzzeit verkürzt und eine verbesserte Versorgung im Gemeindegebiet erreicht. »Mit der Stationierung des Autos hat sich ein zehnjähriger Kampf der Gemeinde und des DRK-Ortsvereins gelohnt«, betonte Bürgermeister Ralf Bernd Herden, der auch stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender ist. Er bezeichnete die Übergabe des Fahrzeuges an die Rippoldsauer Klinik als »größten Tag in der Rot-Kreuzgeschichte der Gemeinde«. Er dankte allen, die mitgeholfen haben, dass der Notarztwagen der Klinik zugeteilt wurde. Auch der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Ludwig Kern, freute sich übers neue Rettungsfahrzeug. Klinikchefarzt Kluthe sagte, dass die Idee dazu von der Schnelleinsatztruppe des DRK-Ortsvereins stamme. Er werde sich dafür einsetzten, das auch die Fortbildung der Ärzte durch das DRK erfolge, versicherte er. DRK-Kreisgeschäftsführer Rau hatte zudem eine weitere erfreuliche Mitteilung im Gepäck. In den nächsten Wochen werde auch die Funkversorgung in der Gemeinde wesentlich verbessert. Es soll ein eigener Funkkanal eingerichtet werden. Die Verträge seien bereits unterzeichnet.

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