Bad Rippoldsau-Schapbach

Bärin Daria erkundet ihr neues Revier im Oberen Wolftal

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21. August 2019

(Bild 1/2) Schauen und schnuppern: Das Grün des Oberen Wolftals bietet der 28 Jahre alten Bärin Daria, die mit ihrer Schwester Doro Ende Juni aus einem verlassenen Zoo an der Grenze von Spanien zu Portugal befreit wurde, viel zu entdecken. ©Bernd Nonnenmacher

Gras, Büsche, Bäume – und vor allem andere Bären: Eindrücke, die Ex-Zoobärin Daria mit ihren 28 Jahren so bisher nicht kannte. Seit Montag sammelt der neueste Zugang im Alternativen Wolf- und Bärenpark Bad Rippoldsau-Schapbach seine Erfahrungen auf der großen Anlage.

2300 Kilometer haben das Team der Stiftung für Bären und Bärin Daria Anfang Juni hinter sich gebracht auf der Fahrt vom spanischen Huelva ins Obere Wolftal. Die ersten Kontakte zu den übrigen Parkbewohnern knüpfte die Bärin bereits Ende Juli. Seit dieser Woche erkundet sie nun die große Anlage des Bärenparks – immer etwas weiter.

Jeden Tag etwas mehr Bär

»In den naturnahen Freianlagen und mit den vierbeinigen Mitbewohnern entwickelt sich Daria jeden Tag etwas mehr zum Bär«, bilanziert Parkleiter Bernd Nonnenmacher zufrieden. Ende Juli öffnete sich für die spanische Bärin erstmals der Verbindungsgang von ihrer Einzelunterbringung in eins der kleineren Freigehege. Die Jungbären Arthos und Agonis waren die ersten Artgenossen, die Daria traf. »Sowas hatte sie noch nie«, betont Nonnenmacher. Bisher habe die Bärin nur ihre Schwester Doro gekannt, die im Juni in den Bärenpark Worbis gebracht wurde (wir berichteten).

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Am Montag dann stand der buchstäblich große Tag an: Die Bärin durfte zum ersten Mal auf die ganz große Anlage des Parks tapsen. Dort wohnen unter anderem Bärin Jurka und das Wolfsrudel. Und auch die »Teenager-Bären«, wie Nonnenmacher Arthos und Agonis nennt, waren am Montag dabei. Wenige Prozent der Anlage habe Daria erkundet, sei im Bach entlang gelaufen. »Dann hat sie aber immer wieder den sicheren Hafen gesucht.« Sprich: Den kleineren Teil der Anlage, den sie bereits kennt. Fünf Sektionen hat der Park. »Wir können sehr flexibel die Anlagen vergrößern und verkleinern«, erklärt Nonnenmacher. Nachdem Daria am Montag zurück in ihr gewohntes Areal ging, wurde die Verbindung zum großen Areal wieder geschlossen. Tag für Tag aber darf die Bärin aufs Neue zur Erkundung starten. »Die Tiere bestimmen«, sagt Nonnenmacher. Entscheide sich die Bärin, in der großen Anlage zu bleiben, sei das auch in Ordnung. 

Vorwitzige Jungbären

Und wie liefen nun die ersten Begegnungen zwischen den Bären? »Daria ist sehr dominant, sie verteidigt ihr Revier sehr stark«, hat Nonnenmacher beobachtet. Gerade die jüngeren Bären Arthos und Agonis würden vorwitzig Grenzen austesten. »Es ist sehr wichtig für beide.« Die Jüngeren seien »brutal schnell« und im Zweifelsfall der Älteren entwischt. Derweil wecke der Kontakt Instinkte bei Daria, die im Zoo in Spanien verkümmert waren. 28 Jahre habe sie nur wenige Quadratmeter Sandboden als Revier gehabt. »Jetzt entdeckt sie die Natur. Natürlichen Bewuchs oder Berge kennt sie gar nicht. Da musste sie erst lernen: Wie komme ich halbwegs effizient den Hügel hoch?«, beschreibt Nonnenmacher die ersten Erfahrungen im Juli. »Das wird jetzt immer besser und besser.«

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