Wolfach-Halbmeil

Bahnübergang Halbmeil erhält bei Sanierung 2019 einen Gehweg

Autor: 
Tobias Lupfer
Lesezeit 2 Minuten
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15. Juni 2018

Die Fahrbahn am Bahnübergang soll verbreitert werden, die Sicherheitstechnik erneuert. Obendrein soll es einen neuen Gehweg geben, im Bild auf der linken Seite der Straße vom Ortskern her fortgeführt. ©Tobias Lupfer

Einstimmig brachte der Wolfacher Gemeinderat am Mittwoch den Umbau des zweiten Halbmeiler Bahnübergangs beim Gasthaus »Löwen« auf den Weg: Die Kreuzungsvereinbarung mit der DB Netz AG macht den Weg frei, die Umsetzung steht laut Hauptamtsleiter Dirk Bregger voraussichtlich 2019 an.
 

Von der anfänglichen Modernisierung der Signalanlage habe sich das Projekt für die Bahn nach einer größeren Umplanung deutlich ausgeweitet. Im Vergleich zum ersten Bahnübergang in Halbmeil, der vor einigen Jahren saniert wurde, sei das Projekt dennoch »relativ unspektakulär«, erklärte  Bregger. Konkret sei geplant, die Fahrbahn im Kreuzungsbereich mit den Bahngleisen zu verbreitern auf zwei Fahrstreifen mit je 3,50 Meter Breite. Zudem soll es eine Optimierung des Straßenverlaufs geben und, wichtigster Punkt für den Rat: einen Gehweg. Der bestehende Gehweg vom Ortskern Halbmeil kommend werde über den Bahnübergang hinaus bis auf Höhe der Abzweigung zur Bundesstraße 294 verlängert. Auch eine eigene Fußgängerschranke soll in diesem Zug am Bahnübergang installiert werden. Ein Schotterstreifen am Fahrbahnrand soll im Zug der Arbeiten befestigt werden – mit Pflaster oder Asphalt.

Stadt-Anteil 62 000 Euro

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Die Bahn wird bei der Umsetzung federführend sein und rechne mit Gesamtkosten von 628 000 Euro. Den Löwenanteil muss die Bahn selbst bezahlen. Ein Anteil von 186 000 Euro wird als kreuzungsbedingt gewertet und nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz zu je einem Drittel aufgeteilt unter Bahn, Bund und Stadt. Heißt: Wolfachs Anteil beträgt rund 62 000 Euro. Die Hälfte des Eigenanteils wiederum soll über einen bereits in Aussicht gestellten Zuschuss aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gedeckt werden (wir berichteten). So müsse die Stadt am Ende gerade noch 31 000 Euro tragen, rechnete Bregger vor, »mit einem erheblichen Sicherheitsvorteil für die Anwohner«.

»Das ist alles ganz gut gelöst«, wertete Bürgermeister Thomas Geppert. Ernst Lange (FWV) hakte nach, ob der Gehweg wirklich durchgängig fortgeführt werde. »Ja«, sagte Bregger. »Es wird keine Lücke im Gehweg geben.«

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