Hausach

Baubeginn für Schulerweiterung Ende 2017 anvisiert

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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06. April 2017

Die Graf-Heinrich-Gemeinschaftsschule unterrichtet bereits einige Klassen in Containern. Nun wurden zwei weitere Container-Klassenzimmer fürs Gymnasium bestellt. ©Claudia Ramsteiner

Die Weichen sind gestellt, die Gemeinschaftsschule kann sich am alleinigen Standort Hausach weiterentwickeln. Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Auflösung der Außenstelle Wolfach und die Zwischenlösung mit zwei weiteren Schulcontainern im Schulzentrum.

Es gibt zwar noch keine endgültige Entwurfsplanung, aber die Aussage des Münchener Planungsbüros ist klar: Auch die neunte und zehnte Klasse der Gemeinschaftsschule, die nach ursprünglichen Plänen in Wolfach beschult worden wären, könnten im erweiterten Gebäude der Graf-Heinrich-Schule in Hausach untergebracht werden. 

Diese Information von Bürgermeister Manfred Wöhrle und die pädagogischen und organisatorischen Gründe der Schulleiterin Simone Giesler für eine Zusammenführung der Schule in Hausach sprechen (wir berichteten) gaben am Mittwochabend ein klares Signal an den Gemeinderat, einstimmig für die Auflösung der Außenstelle Wolfach der Gemeinschaftsschule zu stimmen und damit auch die gemeinsame Vereinbarung aufzulösen. Die förmliche Auflösung der Vereinbarung ist, das wurde im Verlauf der Sitzung deutlich, Voraussetzung für die Beantragung der Schulbauförderung. 

»Vergebliche Liebesmühe«

Keine Zustimmung fand der Antrag von Tobias Kamm, mit der Stadt Wolfach noch einmal wegen der Teilung des finanziellen Risikos zu verhandeln – weil man trotz Auflösung des Vertrags noch gemeinsam Verantwortung trage. Seine Begründung: Bauverzögerungen seien aus vielen Gründen möglich. Das Risiko, dass »wir 2019, wenn die erste neunte Klasse zusätzliche Räume braucht, Schüler auf dem Hof stehen haben und dann noch einmal Container brauchen, ist groß«, so Kamm, und schließlich »profitieren beide Kommunen von der Auflösung des Vertrags«. 

»Vergebliche Liebesmühe«, kommentierte Bernhard Kohmann. Dies sahen auch andere Räte so und lehnten den Antrag ab. Elisabeth Zürn lag die Sporthallensituation am Herzen. Die weitere Entwicklung hänge von der Entwicklung der Schülerzahlen aller drei Schulen auf dem Campus ab, so Bürgermeister Wöhrle. Man versuche stets, mit allen drei Schulleitern einen Konsens zu finden. Den sportlichen Engpass habe man zunächst in Kooperation mit Gutach gemeinsam gelöst. Die unteren Klassen könnten sich auch in der neuen, großen Aula sportlich betätigen. 

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Viele Herausforderungen

Da gebe es für alle noch viele Herausforderungen zu lösen. Manfred Wöhrle machte deutlich – und wurde darin auch von Schulleiterin Simone Giesler und dem Gemeinderatsbeschluss unterstützt – dass Hausach und Wolfach weiterhin gemeinsam darauf achten werde, dass der gesamte Bedarf an Schulangeboten und -abschlüssen im Raum Hausach/Wolfach abgedeckt ist.

Für den Neubauteil sei man mit der Schulbauförderung im Gespräch, für die Sanierung des Altbaus hoffe er noch auf angekündigte Förderprogramme, erläuterte der Bürgermeister. Auch dies sei ein Grund für mehrere Bauabschnitte (siehe Stichwort I). Auch von den »Wanka-Milliarden« werde hoffentlich für die Digitalisierung etwas nach Hausach fließen: »Wir brauchen für die Finanzierung jeden Euro!« 

»Die Aufregung hat sich gelegt«, beantwortete Simone Giesler die Frage von Brigitte Salzmann, wie sich Schüler und Lehrer in den Containern fühlen. Im Schulverbund sei man dauerhaft und sehr lösungsorientiert im Gespräch, dankte der Bürgermeister den Schulleitern. 

»Beim Büro Schätzler in guten Händen«

»Damit wäre der Schritt getan, dass wir die Gemeinschaftsschule weiterentwickeln und die Planung vorantreiben können«, sagte Wöhrle der Schulleitung der Graf-Heinrich-Schule zu, sie »intensiv zu beteiligen«. Der bisherige Eindruck sei, »dass wir beim Büro Schätzler in guten Händen sind«. 

Stichwort

Bauplanung

Für eine genaue Entwurfsplaung wartete das Planungsbüro Schätzler aus München noch die Beschlüsse zur Auflösung der Außenstelle Wolfach ab. Bauamtsleiter Hermann-Josef Keller stellte die voraussichtliche Zeitplanung vor: 
◼ 1. Bauabschnitt: Abbruch der alten Post und Errichtung des Neubaus. Baubeginn Ende 2017/Anfang 2018. Fertigstellung zum Schuljahr 2019/20. 
◼ 2. Bauabschnitt: Neubau am Glasbau
◼ 3. Bauabschnitt: Sanierung des bestehenden Gebäudes.

Stichwort

Weitere Container

Das Schulzentrum braucht bis zur Fertigstellung des Neubaus zwei weitere Container, die auf dem Parkplatz entlang der Abt-Speckle-Straße aufgestellt werden und vom Gymnasium genutzt werden sollen. Parkplätze gebe es am Stadion genügend. 
Wilfried Klausmann vom Bauamt stellte die Angebote vor. Der Gemeinderat entschied sich für zwei Container der Firma Algeco in Kehl, die auch die ersten Container zufriedenstellend geliefert habe.  Die einmaligen Kosten (An- und Abtransport, Montage/Demontage) und die Monatsmiete für zwei Jahre summiert sich auf 87 124 Euro. 

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