Unterstützung von Leader

Baustart: Die "Aichhalder Mühle" bekommt einen Festsaal

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 3 Minuten
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10. Juli 2020
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Julia Kiefer (von links), Michael Lehrer und Bauleiter ­Matthias Bonath (rechts) freuten sich mit Gastwirtin Julia Eberhard über den Baustart. ©Lothar Herzog

Das Vorhaben ist sportlich und die Bauhandwerker müssen sich sputen: Gastwirtin Julia Eberhard von der „Aichhalder Mühle“ hat bereits für Ende März 2021 eine größere Hochzeit zugesagt. Am Mittwoch sind die Arbeiten für den Anbau eines Festsaals gestartet.

Mit dem Baggerbiss und der Übergabe des Förderhinweiszertifikats der Leader-Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald erfolgte am Mittwoch der Startschuss für den Anbau eines Festsaals an das bestehende Landgasthaus „Aichhalder Mühle“. Aichhaldens Bürgermeister Michael Lehrer sprach von einer spannenden Geschichte. Es sei keinesfalls einfach und erfordere einen gewissen Aufwand, um an die Leader-Fördermittel heranzukommen. Seit 2008 seien schon viele Projekte gefördert worden und entstanden. Für die junge Gastronomin freue er sich besonders, dass ihr Vorhaben mit einer hohen Förderung unterstützt werde. Diese Mittel brauche es, um den Standort sicherstellen zu können. 

Gasthaus hat guten Ruf

Das Traditionsgasthaus an der Gemarkungsgrenze zwischen Aichhalden und Schiltach sei einmal das Sorgenkind der Gemeinde gewesen, räumte der Bürgermeister ein. Als Julia Eberhard vor acht Jahren als 19-Jährige die Gaststätte mit der historischen Mühle von ihrem Vater Martin übernommen habe, hätte er an eine solche positive Entwicklung nie gedacht. Sie habe mit viel Elan das Lokal vorangebracht, gebe sich damit aber nicht zufrieden und nehme den nächsten Schritt in Angriff. So wie sie ihr Unternehmen bisher führe und dadurch einen guten Ruf weit in die Region hinein genieße, habe er keine Bedenken, dass das Bauprojekt ein riskantes Wagnis darstelle, hob Lehrer hervor. 

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Wie Julia Kiefer von der Leader-Geschäftsstelle in Schiltach verriet, würden private Projekte mit bis zu 30 Prozent bezuschusst. In der aktuellen Förderperiode seien bereits mehr als 30 Vorhaben bewilligt worden. 

Mühle wurde 1792 gebaut

Die „Aichhalder Mühle“ sei seit ihrem Bau 1792 ein sozialer Treffpunkt. Zusammen mit der ebenso original erhaltenen historischen Mühltechnik bilde das Anwesen ein Technikdenkmal ersten Ranges. Durch den gastronomischen Erfolg sei auch die Nachfrage für größere Veranstaltungen gestiegen, wofür jedoch die Räumlichkeiten fehlten. Die Erweiterung der bestehenden Gastronomie durch einen in die Natur eingebetteten Saalanbau bilde den Gegenstand des Antrags, erläuterte Kiefer. Darin enthalten sei auch ein circa 200 Meter langer neu anzulegender Themenweg, der das Lokal entlang des Mühlenkanals mit dem entfernt gelegenen Parkplatz verbinden werde. Mittels Schautafeln sollen Besucher über die Arbeit und die Lebensumstände in der Mühle informiert werden. Das Projekt schließe eine Lücke im Angebot insbesondere für ortsansässige Wirtschaftsbetriebe, fördere den naturnahen Tourismus und sichere letztlich die Existenz des Landgasthofbetriebs. 

Nach Auskunft von Bauherrin Julia Eberhard liegt die Baugenehmigung seit Ende Oktober 2019 vor. Nach Hangsicherungsarbeiten und einer aufwendig aufgestellten Barriere für die geschützte Zauneidechse habe die Corona-Pandemie einen früheren Baubeginn verhindert. „Ich weiß wohl, dass die Fertigstellung bis im Frühjahr 2021 äußerst sportlich ist. Aber ich habe eine Hochzeit für Ende März bereits zugesagt. Und in kurzer Zeit sind weitere acht dazugekommen“, freute sich die Gastwirtin.

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