Dritter Bauabschnitt Hochwasserschutz in Schiltach beginnt

Behelfsbrücke ermöglicht Anliegern ihre Häuser zu erreichen

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 2 Minuten
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18. Mai 2018

In vier Stunden ist die Behelfsbrücke an ihrem Platz. ©Martina Baumgartner

Die Schonzeit für die Fische in der Kinzig ist nun auch offiziell abgelaufen: Der dritte Bauabschnitt des Hochwasserschutzmaßnahme entlang der Schiltach hat begonnen.

Mit der Baumaßnahme, die hauptsächlich von der Flusseite her ausgeführt wird, beginnen nun die geplanten letzten Arbeiten beim Hochwasserschutz an der Schiltach. Bei der Bürgerinformation im Treffpunkt, Ende April, versprach Daniel Elsässer von der Außenstelle des Regierungspräsidiums eine für Zaungäste aufregende Baustelle (wir berichteten). Am Dienstag ging’s mit dem Bau der Behelfsbrücke richtig los. 

Über die soll bis Mitte August der Straßen- und Baustellenverkehr zwischen der Sackgasse An den Gärten der gegenüberliegenden Bachstraße fahren. Über die Brücke erreichen die Anlieger bei An den Gärten auch während der Baumaßnahme weiterhin ihre  Häuser.

Ehrenamtlicher Einsatz beim Brückenbau

Bereits am Montag hatte das Schiltacher Bauunternehmen BTS die Widerlager der provisorischen Brücke betoniert. Um acht Uhr am Dienstagmorgen rückte dann die zwölfköpfige  Mannschaft vom Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in Schramberg-Sulgen unter Zugführer Roland Weber an. Die ehrenamtlichen Dienstleister bauen in diesem Jahr bereits die dritte Brücke dieser Art auf. In Modulbauweise sollte die Brücke aus 100 Einzelteilen zusammengefügt werden. Wenn die Brücke nicht im Einsatz ist, lagern die Einzelteile beim THW in Schramberg-Sulgen. Dort stellt Weber je nach Bedarf von Spannweit, Traglast und Mehr- oder Einstöckigkeit die Teile zusammen, die dann vor Ort   zusammengefügt und mit einem Autokran platziert werden.  

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Für eine normale Straßenverkehrsbelastung ausgelegt

Die Schiltacher Behelfbrücke hat eine Spannweite von 18,60 Metern und ein Montagegewicht von 16 Tonnen. In Notfällen, wie beispielsweise  durch die Nutzung eine Löschfahrzeugs der Feuerwehr,  dürfte sie bis zu 24 Tonnen belastet werden. »Für den normalen Straßenverkehr tun’s allerdings auch zwölf Tonnen. Das soll die gewöhnliche Verkehrslast hier sein«, so Weber.

Autokran hievt 16-Tonnen-Brücke zentimetergenau an ihren Platz

Kranfahrer Wolfgang Schnurr, Inhaber des gleichnamigen Unternehmens in Oberharmersbach, hatte alle Hände voll zu tun um die Brücke in Zentimeterschritten über der Schiltach abzustellen. Der 150-Tonne-Kran käme dabei  durch fast an seine Grenzen: »Hebelgesetz«, kommentierte Weber die Arbeit.  

Am Ende gegen 12 Uhr fand die Brücke jedoch durch die professionelle Arbeit Schnurrs und des THW seinen Platz. Letzte Arbeiten an den Anschlussauffahrten und eine Absturzsicherung sowie ein Schutzbelag für deren Bohlen machten die Brücke fit für ihren Einsatz. 

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