Mühlenbach

Bei der Elfimess bleibt kein Missgeschickt unerwähnt

Autor: 
Sybille Wölfle
Lesezeit 3 Minuten
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13. Februar 2018

Im rappelvollen Clubheim in Mühlenbach haben die Besucher der Elfimess am Montag gute drei Stunden lang Tränen gelacht. Die Gruppen spotteten mit jeder Menge Schadenfreude über zahlreiche Missgeschicke und erzählten amüsante Geschichten und Witze.

Narrenoberhaupt Markus Maier eröffnete am Montagmorgen mit dem Läuten der großen Schelle und einem dreifach kräftigen Narri-Narro die Elfimess. 
Evmarie Buick und Luitgard Ringwald zogen die Vollmer Edel und ihren Stefan durch den Kakao, denn die zwei hatten zu kleine Matratzen gekauft. »Jetzt müsse die Hondtücher in den Zwischenraum stopfe«, waren sie sich sicher. 

Mit »›Schnitzel mit Brot unterschriebe«

Rappenackers Christa habe in ihrer Not dem Christkindle vom Krippele ihrer Eltern den Kopf mit Honig wieder angeklebt. »Un die Luitgard Schmid vum G’schächtle het bi de Generalversommlung vom Männergesangverein die Anwesenheitsliste mit ›Schnitzel mit Brot‹ unterschriebe«, plauderten sie aus.  

Adam (Jürgen Eisenmann) wünschte sich anschließend etwas Schönes und keinen Hund, also erschuf Gott die Eva, die ihm aber nur viele Aufgaben gab, anstatt ihn mal zu küssen. »Gott im Himmel, was soll ich nur machen« fragte er unglücklich nach oben und bekam prompt die knallharte Antwort: »Ich hab dir ja gleich gesagt, geh mit dem Hund spazieren«. 

»Komm Karlinele, komm Karlinele, komm, wir wollen nach Mühlebach geh’n, dort ist es wunderschön«, sangen alle mit, als die vier von der Narrenzunft (Selina Gärtner, Marco Keller, Rebecca Eisenmann und Stefan Schmider) von zahlreichen Fettnäpfchen erzählten, in welche die Mühlenbacher getreten waren. Der Maier Albert blamierte sich, als er etwas zu tief ins Glas schaute, ein Auto anhielt und dabei nicht merkte, dass er in das seiner eigenen Frau eingestiegen war. 

Tiefschwarze Zähne sorgen für Alarm

Magd Petra Neumaier und Bäuerin Heike Keller erzählten vom spannenden Tag der Bürgermeisterwahl, an dem die Gemahlin des ehemaligen Haslacher Bürgermeisters Winkler, Bärbel, atemlos in den »Ochsen« gelaufen kam und völlig von der Rolle sagte: »Ihr glaube nit, was ich erlebt hab. Die Leut sind auf mich zugestürmt und hen mir zu meinem neuen Amt gratuliert! Die hen uns glatt verwechselt«. 

Für großes Gelächter sorgte auch die peinliche Geschichte über die vier gezogenen Weisheitszähne von Limbergers Annabell. Diese waren von ihrer Mama so lange ausgekocht worden, bis sie tiefschwarz verbrannten und der Feuermelder in der Küche Alarm schlug. 

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Als Messdiener verkleidet und die Altarglocken läutend marschierten Thomas Keller und Dieter Limberger ein. In Reimform wünschten sie sich vom geizigen Pfarrer Klinger für alle »Messwie ussem Kelch und statt ä Hostie ä Wurstsalat« und meinten: »De Pfarrer soll doch bitte mol schaue, wo mer om beschte in de Kirch konn ä Bar ni baue«. 

»Herr, deine Liebe geht durch alle Wände«

Dirigent Jürgen Brucker habe nachts den Haustürschlüssel nicht gefunden und ein Fenster eingeschlagen, weil Sohn Jan schnarchte und durch nichts aufzuwecken war. 

»Herr, deine Liebe geht durch alle Wände, durch Raum und Flur und auch zum Fenster raus« sangen alle gemeinsam, als es über »ungewöhnliche Geräusche« aus einem unteren Stockwerk ging. Auslöser waren neue Mieter, die für Nachwuchs sorgen wollten. 

Zum Schluss hatten Petra Neumaier und Klaus Klinger nochmal die Lacher auf ihrer Seite. Sie zelebrierten den Sketch vom Kirchgang eines Ehepaares, bei dem unter anderem anstatt des Specks das Gebetbuch zuhause im Kraut gelandet war. .

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