Wolfach

Berufskolleg mit Abschluss unter erschwerten Bedingungen

Autor: 
red/ata
Lesezeit 3 Minuten
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11. August 2020

Die Absolventen, rechte Reihe von vorne nach hinten: Fabian Latka (Wolfach), Kevin Dufner (Elzach), Lorena Hauer (Haslach), Dominik Neumaier (Steinach), Jonas Neumaier (Mühlenbach). Linke Reihe von vorne nach hinten: Erwin Miller (Biberach), Christoph Becherer (Elzach), Marco Armbruster (Schapbach), Anja Kappus (Wolfach), Samori Sarcone (Hausach) und Erwin Naibauer (Zell). ©Pascal Rosen

Corona stellte auch die Schüler des Berufskollegs in Wolfach vor Herausforderungen. Doch umso größer war am Ende die Freude bei den elf Absolventen, als sie ihre Fachhochschul-Zeugnisse in den Händen hielten.

Mit einer Feier wurden Ende Juli die Berufskollegs an den Beruflichen Schulen Wolfach verabschiedet. Schulleiter Heinz Ulbrich betonte in seiner Ansprache, dass dieser Abschluss in Corona-Zeiten die diesjährige Klasse vor unerwartete Herausforderungen gestellt habe.

Als die Klassen sich im Herbst 2019 zusammenfanden erwartete man ein weitgehend normales Schuljahr. Aufgrund der guten Wirtschaftslage waren es in diesem Jahrgang nur wenige Schüler, die sich für diesen Bildungsgang entschieden. Keiner ahnte, dass das sowieso schon ehrgeizige Vorhaben, in nur neun Monaten die Fachhochschulreife zu erwerben, diesmal noch durch zusätzliche Hürden erschwert würde. Nach teilweise jahrelanger Pause entscheiden sich die Fachhochschüler, aufbauend auf einem Mittleren Bildungsabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die Fachhochschulreifeprüfung in Angriff zu nehmen. Sie befähigt zum Studium an einer Fachhochschule.

Umfangreicher Stoff in kurzer Zeit

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„Der Übergang vom Beruf zur Vollzeitschule ist vor allem dann eine Herausforderung, wenn dazwischen mehrere Jahre beruflicher Tätigkeit liegen“, beschreibt die Schule. Doch Anfang Februar hatten sich die Schüler zum Halbjahresende gut an die gestellten Anforderungen angepasst. Nachdem wenige Wochen später der Lockdown kam, war es besonders schwierig, diese Klasse weiter zu fördern, da der umfangreiche Stoff in sehr kurzer Zeit vermittelt werden muss. Hier ließen sich die Lehrkräfte viel einfallen, um die Fachhochschüler möglichst individuell zu fördern. Mit selbst erstellten Lernvideos, Onlinekorrekturen, Videokonferenzen und vielen Arbeits- und Lösungsblättern riss der Kontakt zwischen Lernenden und Lehrern nie ab. Bei Bedarf konnte auch telefonische Unterstützung geleistet werden.

Entlastung kam auch von Seiten des Kultusministeriums, da den Schülern, zusätzlich zum zeitlich nach hinten verschobenen Haupttermin, zwei Nachtermine für ihre Prüfungen zu Verfügung gestellt wurden. Für die Qualität des Unterrichts spricht, dass zwei Drittel der Prüflinge sich entschlossen, zum Haupttermin regulär die Prüfung abzulegen. Drei Schüler nahmen den Nachtermin in Anspruch und einer entschied sich, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen.

Die Preisträger

Alle bestanden mit guten Ergebnissen, sodass es am Ende wirklich Grund zum Feiern gab. Für besonders gute Leistungen konnten sogar Preise vergeben werden. Diese erhielten Dominik Neumaier und Marco Armbruster. Zusätzlich bekam Dominik Neumaier den von der Volksbank gestifteten Preis für herausragende Leistungen. Spannend sind die beruflichen Pläne nach Ablegen der Prüfung. Zwei Schüler streben ein Duales Studium im technischen oder wirtschaftlichen Bereich an. Ein Schüler wird Maschinenbau studieren, ein anderer Public Management und einer Kommunikationsdesign. Auch ein Ingenieursstudium im Bereich Mechatronik ist geplant.

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