Hornberg

Bewerbung für Telekom-Aktion "Wir jagen Funklöcher"

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17. Oktober 2019

Bürgermeister Siegfried Scheffold (Mitte) informierte sich bei einer Windradbesichtigung am Pilfer auch über die Nutzung von Windrädern als Antennenmast. ©Martina Baumgartner

Hornberg bewirbt sich für die Telekom-Aktion "Wir jagen Funklöcher. Die vom Mobilfunk-Ausbau benachteiligte Stadt möchte eine von der Telekom ausgewählten 50 Kommunen sein, die rasch eine zeitgemäße Mobilfunk-Versorgung bekommt.

Auf einstimmigen Beschluss wird bei der Telekom eine Bewerbung für die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ für die Bereiche Talstraße, Schwanenbach, Schonachbach und Niedergieß abgegeben. Das hatten die  Hornberger Gemeinderäte am Mittwochabend vergangener Woche während ihrer Sitzung im Rathaus entschieden.

Die Telekom startet damit einen Aufruf für Gemeinden mit schlechter Mobilfunkversorgung, die sich um neue LTE-Funkstationen bewerben können.

Eine von vermutlich "vielen Bewerbungen"

Gemeinsam mit 50 Kommunen möchte die Telekom Funklöcher jagen, heißt die zahlenmäßige Beschränkung auf der Hompage des Unternehmens. Hauptamtsleiter Oswald Flaig stellte die Aktion vor, rechnet allerdings mit „vielen Bewerbungen“.

Stadt soll geeigneten Antennenstandort bringen

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Voraussetzung dafür sind beispielsweise, dass die Kommune keinen LTE-Empfang hat und deren Unterstützung bei nötigen Genehmigungsverfahren. Die Telekom fordert zudem einen geeigneten Standort mit Stromversorgung für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast zu ortsüblicher Miete.

Kritische Stimmen

Stadtrat Rolf Hess (SPD) amüsierte sich über die Aktion. Stadtrat Jörg Fehrenbacher (Freie Wähler) findet das Ganze aber „auch beschämend“. „Von der Bundesregierung sollte mehr kommen“, sagte er. 

Neues Windrad beim Pilfer könnte geeignet sein

Bei einer Besichtigung des neuen Windrads am Pilfer vor drei Wochen, hatte Bürgermeister Siegfried Scheffold  Projektleiter Stefan Böhler vom Betreiber E-Werk Mittelbaden bereits gefragt, ob die Nutzung eines Windrads als Antennenmast nicht ideal sei, für eine bessere Versorgung der Täler mit LTE. Der hatte den Vorschlag bereits der Telekom unterbreitet, allerdings keine Antwort erhalten.

Scheffold will am Thema dranbleiben, versicherte er in der Gemeinderatssitzung. 

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