Corona-Krise

Boser und Marwein informieren sich über die Reisebusbranche

Autor: 
red/ata
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05. August 2020

Angelika Heizmann (von links), Monika Gümpel, Thomas Pfeifer, Thomas Marwein, Kurt Heizmann und Sandra Boser tauschten sich in Oberwolfach aus. ©Wahlkreisbüro Sandra Boser

Kurt Heizmann hat sich an Sandra Boser gewandt, um auf die schwierige Lage der Reisebusbranche aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit Thomas Marwein besuchte sie nun sein Unternehmen.

Die Grünen-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser besuchte am Montag gemeinsam mit Thomas Marwein (Grüne), Mitglied des Ausschusses für Verkehr und Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung, das Reisebusunternehmen Heizmann in Oberwolfach, um sich vor Ort mit dem Geschäftsführer Kurt Heizmann und seiner Assistentin Angelika Heizmann, dem Mitarbeiter A. Ayasse, Monika Gümpel von Gümpel Reisen aus Kehl und Thomas Pfeifer von Euro-Tours Pfeifer aus Kappelrodeck-Waldulm über die aktuelle Situation der Reisebusbranche auszutauschen. 

Kurt Heizmann hatte sich einige Tage zuvor in einem Brief an die Landtagsabgeordnete Sandra Boser gewandt, um auf die derzeit sehr schwierige Lage der privaten Reisebusunternehmen aufmerksam zu machen. „Von 100 Prozent sind wir auf zehn Prozent und andere auf Null gefallen“, berichtete Heizmann. „Wir brauchen schnelle unbürokratische Hilfe vom Staat.“ Er erklärte weiter: „Die Busse sind wichtig, gerade für die ländliche Infrastruktur. Alle brauchen den Bus, um überleben zu können. Ob im Linienverkehr, für den Firmendienst, Flughafentransfers auch für Gruppen und Vereine, Bildungsreisen oder für den Schulverkehr.“

„Es richt nicht, um zu überleben“

Anschließend übergab Heizmann das Wort an Monika Gümpel. Sie bestätigte seine  Aussagen. Die Geschäftsführerin ist spezialisiert auf Landausflüge für Schiffsreisen. Aufgrund des geringen Schiffsverkehrs sind die Einnahmen aus dem Bereich sehr gering. Sie hat derzeit noch drei Linienbusse im Einsatz, wovon zwei Linien mit ihren Fahrern abgedeckt werden. „Dies reicht aber nicht aus, um zu überleben“, so Gümpel. 

Auch Thomas Pfeifer betonte:. „Vor allem für ältere Menschen sind die Busse bedeutend, jedoch haben sie Angst zu fahren, aufgrund der Ansteckungsgefahr mit Covid-19 und der Maskenpflicht.“ Derzeit sei man nur mit Stornierungen und Rückzahlungen beschäftigt. „Nicht nur die Fahrten fallen aus, sondern es gibt auch keine Käufer für die Busse“, erklärte Pfeifer. Auch habe er in den vergangenen Jahren sechs Busse umgerüstet, um auf dem neuesten Stand zu sein. Die Vorhalte- und Vorleistungskosten wie für Kataloge, Personal, Werbung sowie für Tilgungs- oder Leasingraten für die Busse laufen weiter, daher werde das Geld dringend gebraucht.

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Förderungen von Bund und Land

Als Mitglied im Verkehrsausschuss informierte Marwein über die finanzielle Unterstützung vom Staat. „Um eine Insolvenzwelle zu verhindern, hat das Land bereits im Mai entschieden, die Reisebusbranche mit einem Hilfsprogramm in Höhe von 40 Millionen Euro zu unterstützen“. Da der Bund ebenfalls ein Förderprogramm für die Busunternehmen angekündigt hatte, mussten diese beiden Programme aufeinander abgestimmt werden.

An der Stelle informierte Sandra Boser darüber, dass das Programm inzwischen vorliegt und auch mit dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer  abgestimmt wurde. „Es wird eine Unterstützung pro Bus geben, diese wird abhängig von der Schadstoffklasse Euro 4,5 oder sechs sein. Dabei war es uns wichtig, dass eine nachhaltige Flotte entsprechend honoriert wird. Zudem fließe auch das Tätigkeitsfeld Fern- oder Nahverkehr bei der Auszahlung mit ein“, berichtete Boser. 

Private Reisebusunternehmen

Das Programm richtet sich speziell an private Reisebusunternehmen, wovon alle am Gespräch beteiligten Unternehmen profitieren können. Für Monika Gümpel eine wichtige Nachricht, „es ist gut, dass die Schadstoffklasse berücksichtigt wird, gerade für Unternehmen wie unsere, die in den vergangenen Jahren investiert haben. Mit dem Bundesprogramm wäre uns nicht geholfen, es geht an der Realität vieler betroffener Unternehmen vorbei“.

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