Steinach

Bürgerinitiative »Lebenswertes Steinach« gegründet

Autor: 
Maria Benz
Lesezeit 2 Minuten
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26. März 2014

Mitglieder der Bürgerinitiative »Lebenswertes Steinach« um Sprecher Wolfgang Schmidt (Fünfter von rechts) stellten sich am Montagabend im Gasthaus »Rose« vor ©Maria Benz

Steinacher Bürger haben eine Bürgerinitiative (BI) mit dem Namen »Lebenswertes Steinach« gegründet. Am Montagabend stellten sich die Mitglieder im Gasthaus »Rose« vor und informierten über ihre Ziele.

BI-Sprecher Wolfgang Schmidt berichtete, wie sich die bislang rund 25 Mitglieder verschiedenster Alters- und Berufsgruppen gefunden haben. Schon seit Längerem ist in Steinach die Erweiterung des Interkommunalen Gewerbegebiets im Gespräch (wir berichteten). Dabei seien bei einigen Bürgern gewisse Sorgen entstanden. »Wir haben in Bürgerversammlungen und Gemeinderatssitzungen viele Fragen gestellt, aber die Antworten waren nicht beruhigend«, sagte Schmidt.

Aus diesem Grund habe sich nun die BI zusammengeschlossen, bei der es den Mitgliedern vor allem um die Erhaltung von Werten, also Nachhaltigkeit, gehe. Ziele der Initiative seien: die Erhaltung des dörflichen Charakters der Gemeinde, Verhinderung einer Erweiterung des »Interkoms«, die Förderung von Wirtschaft, Handel, Gewerbe und Freischaffenden in Steinach, die maximale Erweiterung des Steinacher Gewerbegebiets um drei bis fünf Hektar sowie die Lösung der Verkehrsprobleme.

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»Wir wollen die Bürger sensibilisieren und die Gemeinderatskandidaten mit unseren Gedanken konfrontieren«, betonte Schmidt. Gegen eine Erweiterung des »Interkom« spricht nach Ansicht der BI, dass Wohngebiete, Gewerbegebiete und Natur in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr stünden. Erholungsflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen würden für die nachfolgenden Generationen verloren gehen. Zudem würde der Verkehr, der für einige Anwohner jetzt schon sehr belastend sei, noch zunehmen.

Die BI unterstellt, dass Steinach bei einer Erweiterung als Wohn- und Erholungsort nicht mehr attraktiv wäre und schützenswerte Biotope in Gefahr seien. Da die Bevölkerung stetig abnehme, seien leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen zu befürchten. Da im Kinzigtal bereits Vollbeschäftigung herrsche, könne die Schaffung neuer Arbeitsplätze nur dazu führen, Arbeitskräfte anderswo abzuziehen, heißt es in einer Pressemitteilung der BI.

»Wir wollen keinesfalls als Bremser einer positiven Entwicklung von Steinach wahrgenommen werden«, so Schmidt. »Wir unterstützen eine weitere Entwicklung des Steinacher Gewerbes, aber in Maßen.« Die BI hofft nun, dass das Thema »Interkom«-Erweiterung in Steinach diskutiert wird und Bürger den Gemeinderatskandidaten ihre Meinung dazu mitteilen.

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