Mühlenbach

Helga Wössner ist neue Bürgermeisterin von Mühlenbach

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 3 Minuten
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24. September 2017
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(Bild 1/3) Helga Wössner war selbst über ihr Ergebnis freudig überrascht. ©Udo Weppler

Helga Wössner ist die neue Bürgermeisterin von Mühlenbach. Die Lahrer Juristin gewann im ersten Wahlgang überraschend deutlich mit 61,1 Prozent. Zweiter wurde Martin Göhringer mit 21,6 Prozent und Dritter Klaus Armbruster mit 17,3 Prozent.

»Ich bin einfach überwältigt« sagte Helga Wössner (CDU) bei ihrer ersten Rede als neu gewählte Bürgermeisterin von Mühlenbach auf dem Rathausbalkon. Sie erzählte, dass sie selbst nicht mit einer solchen Entscheidung im ersten Wahlgang gerechnet habe und daher bis 18 Uhr sehr ruhig gewesen sei. Nun sei sie einfach nur glücklich und gerührt.

»Ich werde sie nicht enttäuschen und die Ärmel hochkrempeln«, versprach sie.  »Ich werde auch hier im Rathaus mitarbeiten«, sagte sie mit Blick auf die Podiumsdiskussion des Offenburger Tageblatts. Generell will die 50-Jährige sich mit viel Herzblut und Engagement für die Belange der Gemeinde einsetzen und schon bald mit Stolz sagen: »Ich bin Mühlenbacherin«. Unter dem Beifall der vielen Anwesenden auf dem Rathausvorplatz sagte sie noch: »Damit die Kehle nicht zu trocken wird, gibt es heute Abend Freibier«.

»Rekordverdächtige Wahlbeteiligung«

Wie Helga Wössner war es vor der Verkündung des Wahlergebnisses durch den amtierenden Rathauschef Karl Burger vielen Beobachtern gegangen, die mit einem knappen Ergebnis oder sogar mit einem zweiten Wahlgang gerechnet hatten.»Der Wahlkampf war fair, sehr spannend und die Bewerber sehr engagiert. Ich habe selbst auch stark mitgefiebert, obwohl ich eigentlich relaxt hätte sein können«, sagte Burger in seiner Rede und freute sich über eine »rekordverdächtige Wahlbeteiligung« von rund 83 Prozent.

»Es ist ein absolutes Novum, dass nun eine Auswärtige und dazu noch eine Frau zur Bürgermeisterin gewählt wurde«, erklärte er. Wössner riet er den Abend zu genießen, da die erste Wahl die  schönste und spannendste sei.

Henry Heller gratuliert für Bürgermeister

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In Namen der Bürgermeister der Raumschaft und von  Hausach gratulierte  Hofstettens Rathauschef Henry Heller der Wahlsiegerin zum tollen Wahlergebnis. »Wir reichen ihnen die Hand für eine gute Zusammenarbeit«, sagte er und übergab der strahlenden Siegerin einen Korb mit sechs Flaschen »Edelmann«. »Wir müssen nun schauen, ob es auch eine »Edelfrau« gibt«, sagte er augenzwinkernd.

Zu Ehren der Wahlsiegerin spielte die Musik- und Trachtenkapelle unter anderem das Badnerlied, das die begeisterte Sängerin Helga Wössner gemeinsam mit dem Männerchor und den vielen Anwesenden freudig mitsang. 

Reaktion der beiden Wahl-Verlierer

Sichtlich enttäuscht schaute dem Treiben Martin Göhringer als knapper Zweiter der Wahl zu. Weniger enttäuscht wirkte Klaus Armbruster als Dritter, der lediglich von der Deutlichkeit des Ergebnisses überrascht war. Er habe sich den Mühlenbachern präsentiert wie er sei und akzeptiere nun das Wahlergebnis, sagte er in einer ersten Reaktion gegenüber dieser Zeitung.

 

Kommentar

Mit Herz und Verstand

Der Wahlkampf in Mühlenbach war dank drei wählbarer Kandidaten, die über verschiedene Stärken verfügten und unterschiedliche »Typen« sind, bis zum Schluss sehr spannend. 
Daher kann Helga Wössner stolz sein, als Quereinsteigerin und als erste Auswärtige schon im ersten Wahlgang mit einem tollem Ergebnis zur Bürgermeisterin gewählt worden zu sein. Dass sie eine Frau ist, sollte allerdings keine Rolle spielen, da es nicht auf das Geschlecht, sondern auf die Qualität ankommt. Mit ihrer Kompetenz und daneben vielleicht auch mit ihrer freundlichen, sympathischen Art wusste sie die Mehrheit der Mühlenbacher nach ihrem Motto mit »Herz und Verstand« zu überzeugen. Nun muss sie »nur« noch im neuen Amt den Vorschusslorbeeren gerecht werden.

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