Bürgergemeinschaft Fischerbach

Bürgerstüble im Dach der Vereine mehr als ein Treffpunkt

Autor: 
Christine Aberle
Lesezeit 3 Minuten
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11. August 2018

Ursula Mair (links) und Anna Schmid (Mitte) sind im Bürgerstüble von Anfang an dabei und engagieren sich mit Herzblut für diesen monatlichen Treff im Dach der Vereine. ©Christine Aberle

Die Bürgergemeinschaft Fischerbach hat zunehmend mit bürokratischen Hürden zu kämpfen. Das stark nachgefragte niederschwellige Angebot ist in Gefahr. Das Offenburger Tageblatt stellt in loser Reihenfolge einige Facetten der Aktivitäten vor. Heute: Das Bürgerstüble.

Es ist heiß an diesem Mittwochnachmittag und es finden sich nicht so viele Senioren wie üblich im Bürgerstüble im Dach der Vereine ein. Das Organisationsteam dieser Begegnungsstätte, Anna Schmid, Ursula und Siegfried Mair, ist seit Beginn im August 2011 dabei und leistet diesen ehrenamtlichen Dienst mit Herzblut. 

Das spürt man sofort. »Angefangen haben wir mit 17 Personen, wir waren schon 50 und heute wegen der Hitze und einer Beerdigung im Ort eben weniger. Aber jeder, der da ist, ist wichtig«, betonen sie. 
 Das Bürgerstüble, immer am ersten Mittwoch im Monat, mit leckeren hausgemachten Torten und abwechslungsreichem Programm, bietet für viele Senioren eine Möglichkeit, aus ihrem Alltag herauszukommen und das Neueste aus dem Dorf zu erfahren.

»Der Austausch untereinander ist mindestens genauso wichtig wie das Programm« betont Ursula Mair, die sich immer wieder etwas einfallen lässt, zur Gestaltung des Nachmittages. Eingeladen sind alle Bürger Fischerbachs, nicht nur Senioren. Auch Männer trauen sich inzwischen immer mehr aus der Deckung. 

Auf Anmeldung werden die Senioren von einem Fahrdienst abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Die Kuchen und Torten werden von Anna Schmid organisiert. Sie kennt mehrere Kuchenbäcker in Fischerbach, die gern für das Bürgerstüble gegen Aufwandsentschädigung backen. So trifft es nicht immer die gleichen. Kaffee und Kuchen gibt es für die Besucher zu einem erschwinglichen Preis. 

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Das Bürgerstüble trägt sich selbst. Die Gemeinde stellt Geschirr und Räumlichkeiten im Dach der Vereine kostenfrei zur Verfügung. Einmal im Monat ist auch die Bürgergemeinschaft wie alle Vereine mit dem Putzen dran.
Nach dem Kaffeetrinken gibt es ein paar Aha-Momente, die Besucher werden aufgeklärt, wie ein Radiergummi funktioniert, oder warum eine Stockente diesen Namen hat.

Anschließend kommt die Glückwunschrunde. Geburtstagskinder des vergangenen Monats dürfen sich aus einer Herzdose einen Spruch ziehen. Bei Magdalene Brucher steht: »Wir können den Tag nicht verlängern, nur verschönern«. Jeder Jubilar darf sich anschließend ein Lied aus den ausgelegten Liedmappen wünschen. Gern stimmen die Senioren ein, gleich ob Kirchen-oder Volkslied. Und  ein hauseigener Musikant mit dem Akkordeon begleitet diese Geburtstagsständchen. 

Petra Krämer, die Einsatzleiterin für die Dienste der Bürgergemeinschaft, sitzt bei den Senioren und hat ein offenes Ohr. Schon manches Mal konnte sie Hilfe vermitteln. Das geht in diesem Rahmen ganz ungezwungen. Beim Abschied heißt es dann von vielen Seiten »Also, bis zum nächsten Mal«. Und der 5. September als Termin für das nächste Bürgerstüble wird im Kalender rot markiert.

http://www.bg-fischerbach.de

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