Hausach

Bürodienstleister Streit bleibt "stabil und optimistisch"

Autor: 
red/ra
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24. Januar 2021

Statt in der Hausacher Stadthalle verfolgten die Streit-Mitarbeiter dieses Mal die Jahresauftaktveranstaltung mit Rudolf Bischler und den Beiräten daheim im Home-Office auf dem Bildschirm. ©Streit

Aufwärtskurve ausgebremst: Der Jahresumsatz des Hausacher Bürodienstleisters sank um fünf Prozent auf 52 Millionen Euro. 2021 steht im Zeichen des 70. Geburtstags und des Neubaus in Gengenbach.

Auf dem erstmals digital veranstalteten „Kick Off“, der Veranstaltung zum Jahresauftrakt der Streit Gruppe, vermeldete Streit Service & Solution, nach eigenen Angaben führender Bürodienstleister im Südwesten Deutschlands, gute Nachrichten. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs sieht sich das Unternehmen laut einer Pressemitteilung in einer guten Ausgangslage, um weiterzuwachsen. Die Pandemiesituation berge Herausforderungen und Chancen. 

Nach sieben Jahren Umsatzwachstum in Folge hat das Pandemiejahr 2020 auch bei Streit zu einer ausgebremsten Aufwärtskurve geführt. In den drei Business Units Streit office, Streit inhouse und Streit systec erreichte Streit einen Gesamtumsatz von 52 Millionen Euro und liegt damit fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit hebt sich Streit ab vom Trend der Branche, die zum Teil deutliche Umsatzrückränge verbuchen muss.

Rund 200 Mitarbeitende verfolgten an den Bildschirmen in ihren Home Offices die traditionelle Jahresauftaktveranstaltung, die diesmal vor allem von den fünf Beiräten gestaltet wurde. Sie besitzen seit einem Jahr auch Entscheidungsrechte. „In solch einer Krisensituation muss die gesamte Führung sprechen, um zu zeigen, dass wir hier alle zusammenstehen und die Zukunft gemeinsam mit allen Mitarbeitenden meistern“, so Geschäftsführer Rudolf Bischler. „Wir haben trotz der Widrigkeiten des vergangenen Jahres dennoch ein positives Ergebnis mit einem Gewinn“, dankte Bischler allen, die unter erschwerten Bedingungen „großartig gearbeitet und dies ermöglicht haben.“

„Gut eingestellt“

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„Wir sind sehr gut eingestellt auf die veränderte Situation, haben viele Maßnahmen ergriffen und sehen Licht am Ende des Tunnels“, so Co-Geschäftsführer Marc Fuchs. „2021 wird spannend. Wir sind mehr denn je überzeugt vom Erfolg in diesem Jahr, weil wir sehr gut vorbereitet sind. Wir haben Strategien erarbeitet, bauen Produktportfolio und Leistungen aus und werden damit neue Kunden gewinnen“, sagte Fuchs. 
Streit sei als systemrelevantes Unternehmen im vergangenen Jahr immer erreichbar gewesen für seine Kunden und konnte mit voller Mannschaft unterstützen. Dadurch konnte das Unternehmen auch Lieferengpässe anderer Unternehmen auffangen. Die Ergebnisse in den drei Sparten: 

◼ Büroeinrichtung (Streit inhouse): Der geplante Umsatz wurde erreicht, die Auftragsbücher waren noch aus dem Vorjahr gut gefüllt. Die Pandemiesituation zwingt zu einer Veränderung der Büronutzung. Hierauf reagierte Streit inhouse mit neuen Konzepten rund um Home office, Leasing und Online-shop, um der Komplexität der neuen Einrichtungs-Anforderungen gerecht zu werden.

◼ Bürbedarf (Streit office): 
Das Segment Bürobedarf hat sein Vorjahresniveau gehalten. Eine massive Sortimentsausweitung, die Akquise neuer Großkunden aus Gewerbe, Handel und öffentlicher Hand sowie volle Auftragsbücher auf Rekordniveau geben Anlass zu großem Optimismus für 2021.

◼ Bürotechnik (Streit systec): Die Streit systec als Experte für Digitalisierung und moderne Bürotechnologie schloss mit einem leichten Umsatzrückgang ein solides Jahr ab. Wesentliche Gründe hierfür sind allgemeine Zurückhaltung im Coronajahr sowie verschobene Verkaufspotenziale in die Zukunft. Streit systec gehört mit seinen Partnern Canon, Kyocera, HP, ELO und Cisco zu den großen Playern im Südwesten von Deutschland. Das bereits in 2019 erweiterte Produkt- und Dienstleistungsportfolio ist Grundstein für zukünftiges Wachstum und steht ganz im Zeichen von New Work und Digitalisierung. 
Vor allem der Einrichter Hief und Heinzmann in Karlsruhe, der auch zur Streit Gruppe zählt, konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Unternehmen konnte seine Umsatzziele mit vielen umfangreichen Einrichtungsaufträgen erreichen. Ein herausragendes Projekt war die Ausstattung eines großen Internetdienstleisters auf einer Bürofläche von insgesamt 14 000 Quadratmetern.  

◼ Planungen für 2021: Das neue Logistikzentrum in Gegenbach steht in den Startlöchern. Der Spatenstich für den Neubau erfolgt im Frühjahr. „Gengenbach ist ein Meilenstein für uns“, wird in der Pressemitteilung die Leiterin des Familienrats und Mitglied im Streit-Beirat Carolin Stoz zitiert: „Wir haben uns trotz Corona klar dafür entschieden, den Bau voranzutreiben. Das Logistikzentrum in Gengenbach wird Streit auf ein nächstes Level heben“.
Ein proaktives Risikomanagement wird in absehbarer Zeit unter Leitung von Beirat Peter Bosenius implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. „2021 wird nicht einfacher als 2020“, ist Rudolf Bischler sicher, dass „Corona uns noch weiter beschäftigen wird. Aber unsere Pläne sind realistisch und machbar. Wir sind bestens vorbereitet und nutzen unsere Chancen, die sich jetzt bieten“, so Bischler weiter. Er betont: „Die Gesunderhaltung unserer Mitarbeitenden hat oberste Priorität.“ 
 

Stichwort

70 Jahre Familienunternehmen Streit

1951 wurde die Firma durch Edgar Streit gegründet. Das Familienunternehmen wird seit einem Jahr auch in der dritten Generation mitgeführt durch Marc Fuchs. Durch Institutionen und Wertevermittlung wie Familienrat, Beirat, Familienleitbild und Familiencharta hat die Unternehmerfamilie Bischler in den vergangenen Jahren „wertvolle Systeme für die Zukunftssicherung geschaffen“, so Carolin 
Stoz, die als Tochter von Rudolf und Sigrid Bischler den Familienrat leitet und die Interessen der Familie im Beirat vertritt. 
Zum 70-jährigen Jubiläum des Unternehmens sind im laufenden Jahr Veranstaltungen geplant, die je nach Pandemielage umgesetzt werden.

Stichwort

Das Unternehmen Streit

Streit Service & Solution ist Teil der Streit Gruppe, zu der auch der Büro- und Objekteinrichter Hief + Heinzmann (Karlsruhe) sowie die Streit Büroausstattung und Leasing GmbH zählen. Das mittelständische Familienunternehmen in dritter Generation hat seinen Sitz in Hausach mit Verkaufsbüros in Freiburg und Donaueschingen. Mit rund 250 Mitarbeitern bedient Streit in seinen drei Sparten Streit inhouse, Streit systec und Streit office die Bereiche Büroeinrichtung, Bürotechnik und Bürobedarf. 

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