Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal

BUND informiert über Schmetterlinge und Futterpflanzen

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19. Oktober 2018
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»Faszination Schmetterlinge und Co. und die Futterpflanzen«: So lautet das Winterprogramm der BUND-Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal. Im Flyer – 10 000 Stück wurden für diesen Zweck gedruckt – beschreibt die Gruppe, welche Blumen geeignet für Schmetterlinge und ihre Artgenossen sind und warum nicht jede Blume mit Blüte dafür geeignet ist. ©Anna Teresa Agüera

Die BUND-Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal führt sein »Schmetterling«-Projekt weiter fort. Nach der erfolgreichen Wanderausstellung im Frühjahr und Sommer, steht nun das Winterprogramm an – mit Infos, was man beim Kauf von Pflanzen beachten sollte.
 

Es gibt circa 170 Tagfalter und 3500 Arten von Nachtfaltern – und »alle sind am Limit«, betont Angelika Kalmbach-Ruf vom Vorstands­team der BUND-Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal. Deshalb hatte die BUND-Ortsgruppe von März bis Juli auch eine Wanderausstellung mit dem Thema »Schmetterlinge« ins Leben gerufen und über die Tiere informiert. »Die Ausstellung war so erfolgreich. Das wollten wir nicht im Sand verlaufen lassen«, so Kalmbach-Ruf.  

Deshalb haben sich die Verantwortlichen auch passend dazu ein Winterprogramm einfallen lassen: »Schmetterlinge und Co. und die Futterpflanzen«. Vom Honigkrokus bis zu Schneeheide informiert die Gruppe dabei über die Futterpflanzen der Schmetterlinge und deren Blühmonate. 

»Ich plädiere dafür, verschiedene Blumenarten zu pflanzen«, regt Kalmbach-Ruf am. Zum Beispiel Thymian oder Kapuzinerkresse und Cosmea anstelle von »Modepflanzen« wie Süßkartoffel, Geranien, Pfeiffenputzer oder Bambus. Diese »Modepflanzen« seien wertlos für Schmetterlinge und würden nur Platz wegnehmen. 

Augen offen halten

Gleichzeitig macht sie darauf aufmerksam, beim Kauf von Blumen die Augen offen zu halten sowie in den Gärtnereien und Blumengeschäften direkt nachzufragen: »Denn es gibt viele Pflanzen, die haben keinen Nektar! Und das wissen die Wenigsten.« Das seien dann züchterisch veränderte Pflanzen, die zwar blühen, aber für Schmetterlinge und verwandte Tiere keinerlei Nutzen haben. 

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Das Problem sei, dass es in Deutschland keine Kennzeichnungspflicht für Pflanzen ohne Nektar gebe. »Es ist ganz wichtig, dass man das hinterfragt«, betont Angelika Kalmbach-Ruf. In diesem Zug möchte sie auch die Gärtnereien bitten, Nektarpflanzen dementsprechend zu kennzeichnen. 

Gerade auf den Frühling hin, wenn sich wieder viele Gedanken um die Bepflanzung rund um ihr Haus machen, sollte sich etwas ändern. Nimmt man die Flächen aller Hausgärten, Terrassen und Balkone zusammen, dann ist das größer als alle 16 Nationalparks in Deutschland. Das hat gewaltiges Potenzial«, führt die Expertin aus. Und außerdem: »Da kann wirklich jeder Einzelne etwas machen!« Es sei eine Frage des Denkens, eine Frage des Umdenkens. 

10.000 Flyer gedruckt

10.000 Info-Flyer hat der BUND-Ortsgruppe insgesamt dafür drucken lassen. Und damit nicht alles. Bei Interesse informieren Angelika Kalmbach-Ruf und ihr Team auch gerne bei Weihnachtsfeiern zum Beispiel. Dafür kann ein Umweltpaket angefordert werden, mit Flyern und weiteren Informationsmaterialien. 

Das nächste Projekt für das kommende Jahr steht schon fest, wie die Vorsitzende verrät: »Dann nehmen wir uns die Friedhöfe vor. Denn auch das sind wichtige Flächen.« Und auch da könne man viel machen.

Info

Kontakt zur Ortsgruppe

Weitere Informationen­ zur BUND-Ortsgruppe sowie zu ­deren Projekte und Angebote gibt es bei Angelika Kalmbach-Ruf, Tel. 0 78 34 / 2 2960 26.

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