Kinzigtal

BUND und NABU: Amphibien retten − jetzt erst recht

Autor: 
red/lr
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25. Februar 2021

(Bild 1/2) BUND und Nabu rufen zur Rettung von Amphibien auf. ©Nabu Mittleres Kinzigtal

Der Nabu und der BUND Mittleres Kinzigtal rufen auch in Zeiten der Corona-Pandemie für die Rettung von Amphibien auf. Die beliebte Amphibienwanderung des Nabu muss zwar ausfallen, aber aktiv werden kann man dennoch.
 

 „Sei kein Frosch, rette auch Kröten und Molche“ − so könnte das Motto der Aktionen der Naturschützer des Nabu und des BUND im Kinzigtal lauten, die Amphibien retten. 

Amphibien legen laut BUND auf dem Weg zwischen ihrem Winterquartier und ihrem Laichgewässer zum Teil weite Strecken zurück. In milden Nächten machen sich die Tiere auf den Weg, um zu den Gewässern zu gelangen, in denen sie ihren Laich ablegen.

Dabei queren sie oftmals auch viel befahrene Straßen. Da auch bei den Amphibien ein starker Rückgang der Populationen zu beklagen sei, seien Maßnahmen zu ihrem Schutz daher kein schräges Hobby einiger Naturschützer, sondern seien eine dringende Notwendigkeit.

330 Meter langer Zaun

Der Nabu Mittleres Kinzigtal hat daher laut Felix Schubert am Samstag einen Amphibienschutzzaun entlang der Kreisstraße zwischen Steinach und Haslach aufgebaut. Seit 2018 wird an der Ortsausfahrt Steinach Richtung Haslach so ein Zaun aufgebaut.

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Der 330 Meter lange Zaun hindert die Amphibien daran, auf den Fahrradweg, die Straße und die Eisenbahnlinie zu gelangen. In 15 Eimern entlang des Zauns werden sie gefangen, gezählt und an ihre Laichgewässer gebracht. Von 15 ehrenamtlichen Helfern wurden so voriges Jahr rund 600 Erdkröten sowie einige Grasfrösche und Fadenmolche eingesammelt. 

Laut Schubert sterben auch viele Tiere, obwohl sie nicht direkt überfahren werden. Autofahrerinnen und Autofahrer bittet der Nabu eindringlich, auf Amphibienwanderstrecken maximal 30 Stundenkilometer zu fahren. „Bei höheren Geschwindigkeiten erzeugen Fahrzeuge vor sich eine Druckwelle und unter sich einen Unterdruck, der die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen lässt und die Tiere verenden qualvoll“, erklärt Schubert.

Dank an Ehrenamtliche

Die beliebte jährliche Veranstaltung zur Amphibienwanderung müsse wegen der Pandemie aber erneut ausfallen. Mit Anmeldung über die Nabu-Internetseite (siehe zweiter Link am Artikelende) können sich Einzelpersonen mit Kindern aber an einer abendlichen Krötenrettung beteiligen.

Auch Angelika Kalmbach-Ruf vom BUND Kinzigtal ruft in einer Pressemitteilung dazu auf : „Amphibien retten! −Auch in Corona-Zeiten“. Klimawandel, Baumaßnahmen und Umweltgifte, aber vor allem der Autoverkehr machen demnach Kröten, Frösche & Co. schwer zu schaffen.

Es bestehe kein Zweifel darüber, dass heute viele Bestände erloschen wären, wenn nicht seit nunmehr 50 Jahren Ehrenamtliche nachts durch Kontrollgänge oder direkte Hilfe aktiv wären. „All diesen Amphibienrettern gehört unser Dank. Und selbstverständlich all den umsichtigen Autofahrern“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Bitte des Naturschutzes laute: „Lasst auch in diesem Jahr nicht nach! “

  • Weitere Infos zum Thema − auch zu im Falle von erneuten Ausgangsbeschränkungen ausstellbaren Bescheinigungen − gibt es beim BUND-Umweltzentrum Ortenau in Offenburg unter Telefon 0781/25484 (montags und mittwochs jeweils vormittags), per E-Mail an bund-ortenau@bund.net und im Internet auf: www.bund-ortenau.de und www.nabu-mittleres-kinzigtal.de 

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