Wolfach

Dachgeschossbrand in Wolfach - 150.000 Euro Schaden

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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25. Juli 2015
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Bei den Löscharbeiten hat die Feuerwehr stark mit dem Wind zu kämpfen.

(Bild 1/2) Bei den Löscharbeiten hat die Feuerwehr stark mit dem Wind zu kämpfen. ©Claudia Ramsteiner

Ein Doppelhaus an der Schiltacher Straße ist am Samstag gegen 11.30 Uhr in Brand geraten. Die Feuerwehr hatte bei dem Sturm alle Mühe, den Brand zu löschen und die Umgebung zu sichern. Alle Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Sie konnten aber nicht in ihre Wohnungen zurück.

Es war um 11.40 Uhr, als Kordula Kovac auf dem Weg zu einer Hochzeit  durch die Schiltacher Straße fuhr und dicken Rauch aus dem Dach eines Wohnhauses an der Ecke zur Hildastraße quellen sah. Ihr Mann setzte sofort einen Notruf ab, und sie rannte zur Haustür und klingelte Sturm – die Bewohner hatten noch gar nicht gemerkt, dass über ihnen das Haus abzubrennen drohte.

So konnten sich alle in Sicherheit bringen, noch bevor nach zehn Minuten das erste Feuerwehrfahrzeug eintraf. »Das ging unglaublich schnell – und zwei Minuten später schlugen schon die Flammen durchs Dach«, sagte Hans-Jörg Kovac. Die Löscharbeiten wurden durch den starken Wind erschwert, der das Feuer immer wieder neu entfachte. »In dem Moment, als die Flammen aus dem Dachstuhl schlugen, fuhr der Sturm hinein. Er trug die Funken bis über die Kinzig und setzte dort auch noch die Vegetation in Brand«, berichtete Einsatzleiter Christian Keller. Wegen des großen Gefahrenpotenzials habe er die umliegenden Feuerwehren nachalarmiert.

Malerwerkstatt gesichert

Über die Drehleiter der Hausacher Wehr konnte das Feuer auch von oben bekämpft werden. Es galt auch zu verhindern, dass die Flammen bis unten in die Malerwerkstatt von Hubert Drüppel vordrangen. Dort hatte eine Mitarbeiterin noch gearbeitet, als der Brand ausgebrochen war. Sie stand fassungslos vor dem brennenden Gebäude: »Da lagern ja jede Menge Farben, die durch das Feuer verpuffen könnten«, befürchtete sie, dass es die Wehrleute nicht schaffen könnten, bei dem Sturm die Flammen rechtzeitig zu löschen.
Die hielten mit vollen Rohren auch von unten gegen den brennenden Dachstuhl. Das Wasser kam direkt nebenan von der Kinzig. Was durch das Feuer nicht zerstört wurde, »schaffte« dann wohl das Löschwasser. In Sturzbächen quoll es unten zu den Türen hinaus.

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Die Notfallseelsorge und das DRK kümmerte sich um die Bewohner, darunter zwei Kinder. Auch Bürgermeister Thomas Geppert traf später am Brandort ein und kümmerte sich gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Kordula Kovac um Unterkünfte. »Wir haben alle neun Bewohner mit dem Notwendigen versorgt und übers Wochenende untergebracht«, sagte Kordula Kovac gestern auf OT-Anfrage.  Heute werde man im Rathaus besprechen, wie es nun weitergeht – auch, ob ein Spendenkonto eingerichtet wird. Dass die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren könnten, halte sie nicht für realistisch.

Fünf Feuerwehren vor Ort

Der DRK-Ortsverein kümmerte sich außerdem um die Verpflegung der Einsatzkräfte, das Technische Hilfswerk unterstützte die Feuerwehr und auch die Polizei bei der Umleitung des Verkehrs. Die Haslacher Wehr hatte den beginnenden Waldbrand auf der anderen Seite schnell unter Kontrolle. Insgesamt waren 119 Feuerwehrleute der Feuer­wehren Wolfach, Hausach, Haslach, Oberwolfach, Schiltach und der Führungsgruppe Kinzigtal im Einsatz, außerdem 14 Einsatzkräfte des THW und 17 des DRK-Ortsvereins. Die Wolfacher Wehr war bis 18 Uhr am Brandort, eine Gruppe blieb noch zur Brandwache.

Über die Ursache des Feuers konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Nachbar Ewald Fritsch sagte, dass das Feuer im vorderen Teil des Hauses ausgebrochen und durch den Wind nach hinten getrieben worden sei.
Nach ersten Schätzungen geht der Schaden in die Hunderttausende.

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