Hornberg

"Das Wirtshaus im Spessart" begeistert

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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31. Juli 2017

Mächtig Trubel herrscht im "Wirtshaus im Spessart". Das Premierenpublikum freute sich über zwei witzigen Stunden. ©Petra Epting

Humorvoll und neu in Szene gesetzt präsentiert sich "Das Wirtshaus im Spessart", das am Freitagabend vor einem großen Publikum Premiere feierte. Noch fünfmal sorgt es bei den Zuschaueren für Theaterspaß pur.

Die Entscheidung, in diesem Jahr auf ein Stück mit viel Humor zu setzen, war goldrichtig: Bravo-Rufe und minutenlanger Beifall gab es am Freitagabend in der Freilichtbühne Hornberg bei der Premiere von »Das Wirtshaus im Spessart« für die 19 Akteure um ihren Spielleiter Gebhard Kienzler.

Kreative Ideen

Sein Ensemble war einmal mehr glänzend aufgelegt, die Rollen perfekt besetzt. Wie der Spielleiter mit kreativen Ideen und witzigen Dialogen selbst die große Politik, das »barbarische Volk aus dem Reichenbachtal«, die Warnung vor den Gutachern und den Hinweis auf einen Triberger Bürgermeister, vor dem man sich in Acht nehmen sollte, mit einbezieht, ist ein echtes Vergnügen. Technische Effekte und die Musik von »Apocalyptica« harmonieren ebenso wie die Kulissen, die das Stück umgeben: drinnen als auch außerhalb der Bühne mit dem Blick auf den Schlossberg. Kein noch so winziges Detail wird außen vor gelassen. Die Stimmung und das Ambiente passen zu der 1826 von Wilhelm Hauff verfassten Novelle, die durch die Verfilmung mit Liselotte Pulver 1958 große Bekanntheit erlangte. Gebhard Kienzler habe gesehen, dass dieses Stück auf die Hornberger Bühne müsse, begrüßten die Vorsitzenden des Historischen Vereins Hornberg, Jürgen Schaumann und Fritz Wöhrle, die vielen Premierenbesucher. Zwar etwas abgeändert, kommt das alte Stück deutscher Literatur frech, humorvoll, mit clownesken Elementen und völlig neu in Szene gesetzt daher.

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Bunt und durchgeknallt

Eine bunte Räuberschar, durchgeknallte Schlossbewohner, eine reisende Gräfin und eine liebestolle Wirtin sorgen für zwei kurzweilige Stunden. 
Denn die Gräfin (Simone Matt) strandet nebst ihrer Zofe (Petra Strobel) und Diener Erwin (Eva Laumann) in einem heruntergekommenen Gasthaus. Dort führt die Wirtin (Petra Schwarzwälder) ein strenges Regiment und nimmt es auch mit dem Speiseangebot nicht so ganz genau. 
Zur gleichen Zeit schlagen der Goldschmied (Marvin Polomski)) und der Student (Felix Zapf) ebenfalls im Wirtshaus auf. Sie fürchten sich vor der leicht chaotischen Räuberbande mit ihrem Hauptmann (Jürgen Wöhrle). Während dieser einen Lösegeldplan für die Gräfin ausheckt, entpuppt sich deren Gemahl (Klaus Raith) als egoistischer Geizkragen. Ständig denkt er mit seinem Hauptmann Senfei (Roland Schwarzwälder), der seinerseits von einer Schlacht träumt, über Einsparungen nach. Und dann wäre da noch die ständige Einmischung des resoluten Hausmädchens Elvira Schimmelfleck (Sarah Meier). Leider ertrinkt Diener Erwin, der vor der liebestollen Wirtin das Weite sucht, in der Gutach. Doch Gräfin und Goldschmied tauschen die Rollen – und wachsen im Spiel mit allen anderen vor einem begeisterten Publikum über sich hinaus.

Aufführungen

Noch fünfmal wird »Das Wirtshaus im Spessart« auf der Freilichtbühne Hornberg gespielt: Freitag 4. August, Samstag, 5. August, Freitag 11. August, Samstag 12. August, und Freitag, 18. August, jeweils um 20 Uhr. Karten-Reservierungen bei der Tourist-Info Hornberg unter • 07833/79322, oder per E-Mail tourist-info@hornberg.de.
 

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