Bürgerstiftung Hornberg unterstützt Vereine

Defibrillator und Kinderhörnermasken beschafft

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15. März 2019

Besuch bei der Narrenzunft Hornberg. Von links: Kammerwart Ralf Fuhlert, von der Bürgerstiftung Hornberg Matthias Litterst, Franz Kook und Bürgermeister Siegfried Scheffold, Zunftmeister Uwe Faller, Kassierer Dirk Martin und die Kinder der Familie Künstle. ©Petra Epting

Als Anerkennung für die Vereine und in Sachen Defibrillator auch deswegen, mit ein Stück für Sicherheit zu sorgen, engagierte sich die Bürgerstiftung Hornberg mit einer finanziellen Unterstützung bei der Narrenzunft Hornberg und beim gemeinsamen Antrag des VfR Hornberg und des TV Hornberg. Die Arbeit der Vereine soll dadurch wertgeschätzt werden.

Gleich zwei Termine gab es in dieser Woche, bei denen sich die Vereine über die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Hornberg freuen durften: So erhielt die Narrenzunft Hornberg 1100 Euro für die Beschaffung von sieben Kinderhörnermasken und auch dem gemeinsamen Antrag von VfR Hornberg und TV Hornberg für die Beschaffung eines Defibrillators für das Clubhaus in der Frombachstraße wurde mit 800 Euro stattgegeben.
»Wir sind auf die finanzielle Unterstützung angewiesen«, bemerkte Zunftmeister Uwe Faller beim ersten Termin am Mittwochabend in der Narrenkammer, wo die Kinderhörnermasken präsentiert wurden. Er hob hervor, wie sich die Zunft dem Erhalt des Brauchtums verschrieben habe und die Häser gegen eine Leihgebühr zur Verfügung stelle, was keineswegs selbstverständlich sei. Kammerwart Ralf Fuhlert kümmert sich um die Masken, die von ihm nicht nur ausgebessert, sondern, wenn es sich um neue Masken handelt, auch bemalt werden. Um rund 70 Masken hat er sich in den letzten Jahren gekümmert.

"Weltkulturerbe"

Da gehöre einiges an Wissen dazu, denn die Farben seien festgelegt. Die Farbe Gold steht dabei für Reichtum und Rot für das Feuer. Wichtig ist der Narrenzunft außerdem, die Häser so »besser unter Kontrolle zu haben«, wenn sich alles in ihrem Besitz befindet. Das Auftreten in der Öffentlichkeit ist den Verantwortlichen äußerst wichtig. 70 Teufel, darunter 27 Kinder werden bei der Narrenzunft derzeit gezählt. Mit den sieben Kinderhörnermasken kann dem guten Zulauf weiter entsprochen werden. »Wir unterstützen damit auch ein Stück Weltkulturerbe«, sagte Bürgermeister Siegfried Scheffold, der gleichzeitig Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung Hornberg ist.

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Schlechte Terminwahl

Einen weiteren Termin gab es dann am Donnerstag im Clubhaus des VfR mit einer gleichzeitigen Einweisung in die Handhabung eines Defibrillators durch Tobias Kinzl von der Firma Holthaus Medical. Allerdings wurde gerade von Seiten des TV Hornberg bedauert, dass dieser Termin an einem Vormittag stattfand und die allermeisten Übungsleiter aus beruflichen Gründen nicht dabei sein konnten. Auch einige  andere Vereine mussten deshalb leider absagen. Mario Schwendemann, Mitarbeiter der Firma Leber, über die das Gerät besorgt wurde, und Fußballer beim VfR Hornberg, ist künftig der Beauftragte für diesen Defibrillator. »Wir sind in Hornberg mit der hohen Defibrillatorendichte mittlerweile gut aufgestellt«, freute sich Bürgermeister Siegfried Scheffold. Die Bürgerstiftung Hornberg sei froh mit diesem kleinen Bau- und Mosaikstein die nützliche Einrichtung zu unterstützten und mit für ein Stück Sicherheit zu sorgen. Außerdem gehe es um die Anerkennung der Vereine, die für vieles finanziell aufkommen müssten, und um die Wertschätzung deren Arbeit.

Angst oft ein Problem

Durchschnittlich einmal in vier Jahren werde ein Defibrillator benötigt und damit deutlich häufiger als vermutet, sagte Tobias Kinzl. Es sei ein Gerät für Laien, das genaue Anweisungen gebe. Wenn damit nur ein Menschenleben gerettet werden kann, sei die Anschaffung mehr als rentabel. Oft sei aber genau der Schritt, ihn einzusetzen, das Problem. Weitere Förderanträge können online heruntergeladen und bei der Bürgerstiftung Hornberg eingereicht werden.

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