Hut-Ausstellung

Den Schnoz aus Haslach nach Stuttgart gebracht

Autor: 
Alois Krafczyk
Lesezeit 2 Minuten
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27. September 2019

Der Kurator der geplanten »Hut ab«-Ausstellung im Haus der Geschichte in Stuttgart, Sebastian Dörfler, hat den Schnoz am Dienstag in Haslach abgeholt. © Alois Krafczyk

Er ist eine der Kostbarkeiten im Schwarzwälder Trachtenmuseum, der Schnoz oder Schühut. Nun ging er am Dienstag auf Reisen nach Stuttgart, um dort in einer Sonderausstellung im »Haus der Geschichte« gezeigt zu werden.

Der Schnoz wird in der Grafschaft Hauenstein am Hochrhein bei Waldshut getragen und gehört dort noch immer zu dortigen Volkstracht gehört. Das im  Haslacher Trachtenmuseum ausgestellte Exemplar wird auf die Zeit um 1880 datiert. Es ist ein ganz spezieller Hut, der von Frauen und von Männern getragen wurde.  Nun soll im Haus der Geschichte ausgestellt werden.

Der Schnoz aus Haslach war vor Jahren schon einmal im Mittelpunkt einer Fernsehsendung des SWR in der es um Stroh ging. Volkskundler Werner Mezger hatte als Experte die Besonderheiten des in Haslach ausgestellten Schnoz aufgezeigt. Einige Jahre später stand er im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Franziskanermuseum in Villingen, wo es um Kopfbedeckungen in der Schwarzwälder Tracht ging. 

Herkunft und Symbolik

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Und nun wurde das »Haus der Geschichte Baden-Württemberg« in Stuttgart auf diesen Schnoz aus dem Haslacher Museum aufmerksam. Zudem fand auch der Hansjakobhut das Interesse von Kurator Sebastian Dörfler. Er ist schon seit längerer Zeit mit der Planung einer Sonderausstellung zum Thema »Hut ab!« im »Haus der Geschichte« beschäftigt. 

Der Wunsch war nun, diese beiden speziellen Kopfbedeckungen für die Ausstellungszeit nach Stuttgart zu holen. Mit den vielen gezeigten Objekten sollen Herkunft und die Symbolik vorgestellt werden und auch die Kopfbedeckungen in der Tracht dürfen dabei nicht fehlen. 

Obwohl die Sonderausstellung erst ab dem 20. Dezember ihre Tore öffnet, so wurde der Schnoz bereits am Dienstag in Haslach abgeholt, um im Ausstellungskatalog aufgenommen zu werden. Bis Anfang August nächsten Jahres wird somit dieses Juwel aus der Haslacher Trachtensammlung ein Blickfang in Stuttgart sein. Es soll auch geprüft werden, ob eine Restaurierung des Huts angebracht ist, so wie es von Fachleuten schon wiederholt angeregt wurde. 
 

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