Elfimess der Narrenzunft Haslach im »Kraie«

Der Büttel mit Vaterfreunden

Autor: 
Manfred Pagel
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13. Februar 2018

Die kürzlichen Vaterfreuden des Büttels spielten gestern bei der Elfimess im »Kraie« (Raben) eine zentrale Rolle. Tobias Rauber beleuchtete zur Freunde der Elfimess-Gesellschaft seine Abenteuer bei der Geburt im Klinikum.

Der wortgewaltige Rädelsführer der Elfimessen staunte nicht schlecht, als er gestern beim Einmarsch in den »Kraie« dort Bürgermeister Philipp Saar erspähte. Schließlich hatte dieser im Vorfeld wissen lassen, dass er erst heute, im »Liung Tschang« dabei sein und dort seine Feuertaufe beim närrischen Rededuell bestehen könne. Und weil der Büttel ad hoc seine Pläne mit dem neuen Rathauschef nicht ändern wollte, zwangsverpflichtete er Saar zum neuerlichen Rendezvous heute in der abschließenden Elfimess dieses Jahrs.

An Gesprächsstoff mangelte es trotzdem nicht, sah der Büttel doch im vergangenen Jahr Nachwuchsfreuden entgegen. Als fürsorglicher Vater machte er selbstverständlich das komplette Programm mit, nahm  die regelmäßigen Termine mit Hebamme und Arzt wahr und war selbstverständlich auch bei der Niederkunft des Sohnemanns im Klinikum dabei.

Metal im Klinikkeller

Fraglich ist, ob der Büttel dabei einen nachhaltigen Eindruck auf Arzt und Krankenschwestern machte. Sein Bemühen, durch sachkundige Fragen zu glänzen jedenfalls, ging daneben.

Wenigstens die »Getti-Party« mit Freunden muss wohl gelungen gewesen sein, glaubt man Raubers Schilderungen von Heavy Metal im Klinikkeller und wilden Tänzen auf dem Tisch.

Dass Tobias Rauber belesen ist, wissen alle, die seine Slampoetry kennen. Dass er auch Hansjakob kennt, mag schon eher verwundern. Den Beweis lieferte er gestern, als er den »Steinernen Mann« als Vorbild nahm, vielleicht doch noch eine B-33-Umfahrung in ferner Zukunft auf die Reihe zu bringen. Wie weiland Graf Götz von Fürstenberg, der seine Gegner erst fürstlich bewirtete und später einkerkerte, sollten auch die Haslacher alle Entscheidungsträger in Bund und Land einladen, abfüllen, danach festsetzen und erst freilassen, wenn es grünes Licht für die neue Straße gibt.

Dass moderne Technik ihre Tücken hat, erfuhr Schnurrantin Ute Müller, im Hauptberuf Lehrerin, die mit ihren Schülern zum Augustinusheim in Hofstetten wandern wollte. Die Wanderschar verfranste sich gewaltig trotz GPS und Wander-App auf dem Smartphone. Erst nach mehreren Stunden wurde dank einheimischer Hilfe das Ziel erreicht.
Besser machte dies Büttel-Mutter Cornelia Rauber, die zielstrebig von auswärtigem Fasenttreiben per Anhalter nach Fischerbach zurückkehrte. Der Sohnemann indes ging mit ihr hart ins Gericht, weil sie den Daumen am Straßenrand bei der »Arche« hob, ihm allerdings selbiges stets strikt verboten hatte.

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Dicke Komplimente ernteten gestern auch Gabi und Jürgen Burger für ihre Ansagen beim sonntäglichen Umzug der Narren durch die Stadt. Daran änderten auch einige unfreiwillige verbale Ausrutscher nichts. 

Der fürsorgliche Büttel stellte auch sicher, dass der Bürgermeister heute im »Liung Tschang« erscheint, um sich mit ihm im Rededuell zu messen. Dass Philipp Saar bereits einige Besonderheiten der Haslacher Fasent annahm, bewies er Tobias Rauber überdies. Zumindest die ersten Grundschläge des Klepperns beherrscht er schon. »Besser als Bärbel Winkler«, lautete das Urteil der Elfimess-Gesellschaft, bevor Günther Stöhr mit dem »Karlinchen« die Versammlung auflöste.

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