"Petite Messe solenelle" in Schiltach und Haslach

Der Kammerchor Kinzigtal gibt zwei eindrucksvolle Konzerte

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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05. März 2018

Die evangelische Stadtkirche in Schiltach bot mit ihrer ausgezeichneten Akustik den idealen Klangraum für die 33 Sänger des Kammerchors Kinzigtal. ©Andreas Buchta

Eine außergewöhnliche Messe war am Wochenende in Haslach und Schiltach zu hören: Der Kammerchor Kinzigtal führte mit Gesangssolisten, Klavier und Harmonium die »Petite Messe solenelle« von Gioacchino Rossini auf – und erntete minutenlangen Beifall. 

Die »Petite Messe solenelle«, ein Spätwerk des italienischen Opernkomponisten Gioacchino Rossini, führte der Kammerchor Kinzigtal am Wochenende in Haslach und in Schiltach auf – mit recht lebhafter Resonanz, wobei die Aufführung in der evangelischen Stadtkirche Schiltach am Sonntag noch ein wenig besser besucht war als die in St. Arbogast in Haslach am Samstag.

Rossini selbst sah sich als geboren für die »Opera Buffa«, entsprechend außergewöhnlich fiel auch seine einzige Messe sowohl in ihrer Besetzung mit Singstimmen, Klavier und Harmonium, als auch in ihrer harmonischen Kühnheit aus. Schon die Ironie der Bezeichnung »klein« für diese mit allen traditionellen Ordinarien ausgestattete »Missa Solemnis« deutet auf den eher leichteren Umgang des Komponisten mit diesem geistlichen Werk hin.

33 Sänger und Sängerinnen im Kammerchor

Die ausgezeichnete Akustik der Schiltacher Kirche gab für die 33 Sängerinnen und Sänger des unter Manuel Nonnenmann ausgewogen, mit auffallender Genauigkeit und ausgeprägter Artikulation singenden Kammerchors den idealen Klangraum ab. Hinzu kamen das markante Klavierspiel von Daniel Roos und die in einer Messe zunächst ungewohnten, dann umso gefälligeren Klänge von Frederik Kranemanns Harmonium. Dann noch, sozusagen als Krönung des Chors, die glanzvollen Stimmen der vier Gesangssolisten Helena Bickel (Sopran), Julienne Mbodjé (Alt), Eduard Wagner (Tenor) und Francesc Ortega (Bass).

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Eine ebenso harmonische wie eindrückliche Einstimmung in das Werk erklang durch den Chor, das Klavier und das Harmonium im »Kyrie«. Als dann beim »Gloria« die vier Solisten mit ihrem bewundernswerten, harmonisch auf den Chor abgestimmten Gesang in den Chor einfielen, schien klangliche Verzauberung vollkommen. 

Vier Solisten

Die Solisten traten in wechselnder Kombination auf und der Chor beschloss unter rhythmischer Klavierbegleitung mit einem vielstimmigen »Amen« das Ordinarium. Im »Credo« sang der Chor zusammen mit den vier Solisten so überzeugend wie eindringlich: »Deum de Deo, lumen de lumine«.

Vor dem »Sanctus« hatte Rossini als »Offertorium« ein rein instrumentales »Prélude religieux« eingefügt, bei dem sich das Klavier und das Harmonium in langen, eindrucksvollen Soli ablösten. Nach einem kurzen und umso schwereren Klaviervorspiel erklang im »Sanctus« vielstimmig und vergleichsweise sanft das Lob Gottes: »Osannna in excelsis«. Nach dem »Benedictus« war ein andächtiges »O Salutaris Hostia« eingefügt. 

Mit dem ebenso feierlichen wie kraftvollen »Agnus Dei« und dem nachdrücklichen, ständig wiederholten »Dona nobis pacem« klang das Werk unter minutenlangem Beifall der restlos begeisterten Zuhörer aus.

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