Haslach im Kinzigtal

Regierungspräsidium informiert über Pläne zur B 33

Autor: 
Manfred Pagel
Lesezeit 3 Minuten
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20. September 2017
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Der Knotenpunkt Haupt-/Kolpingstraße am Ortseingang Steinachs. Auf Drängen von Steinach wird hier so umgestaltet, dass die Durchfahrt im Dorf erschwert ist. ©Manfred Pagel

Besonders der Lärmschutz interessierte die Zuhörer am Dienstag in Steinach und in Haslach, als die Planer des Regierungspräsidiums vorstellten, mit welchen Plänen sie ins Planfeststellungsverfahren für eine dreistreifige B 33 zwischen Steinach und Haslach gehen wollen.

Noch in diesem Herbst startet das Planfeststellungsverfahren zum dreistreifigen Ausbau der B 33 zwischen Steinach und Haslach. Die hierfür maßgeblichen Pläne stellte Jörg Steinborn vor, der verantwortliche Planer im Regierungspräsidium Freiburg. Er schätzt, dass bis 2020 ein Feststellungsbeschluss vorliegen könnte und danach Grunderwerb, detaillierte Baupläne und Bauzeitenplan in Angriff genommen werden. Wann Baubeginn sein wird, steht in den Sternen, doch deutete Steinborn an, dass dies 2025 oder Folgejahre sein könnten. 

Zweispurig nach Steinach

Auf der breiteren Bundesstraße wären dann zwei Fahrstreifen in Richtung Steinach und einer Richtung Haslach ausgewiesen. Die Bundesstraße würde in Richtung Kinzig verbreitert werden, also nicht näher an Haslachs Stadtteile rücken. Die Planer betonen indes, dass es kein Problem wäre, die Fahrstreifen anders auszuweisen, wenn sich die vorgesehene Variante als nicht praktikabel herausstellen sollte.

Zusätzlicher Schutz?

In der Aula der Steinacher Georg-Schöner-Schule interessierte die Zuhörer genauso wie eine Stunde später im Hasl­acher Rathaussaal vor allem der Lärmschutz längs der Besiedlung. In Steinach bedeutet dies zusätzlichen Schutz vor allem für die Bewohner des Baugebiets »Mittelgrün«. Sie können darauf hoffen, dass die bestehende Wand deutlich verlängert und auch in Teilen um einen Meter erhöht wird. 

Unterschiedliche Grenzwerte

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Dieser Meter zusätzlich indes wird auf Kosten der Kommune erfolgen, da dann auch Lärmbelästigung in jenen »Mittelgrün«-Flächen verhindert wird, die in ein paar Jahren erst als Baugelände ausgewiesen werden.

Anders in den Haslacher Stadtteilen Bollenbach und Schnellingen. Hier sieht die Planung keinerlei zusätzlichen Lärmschutz vor, weil laut Berechnungen des Regierungspräsidiums die Höchstwerte nicht erreicht werden. 

Legt man allerdings wie Stadtbaumeister Roland Wacker am Dienstag jene Höchstwerte zugrunde, die die »TA Lärm« vorgibt, die bei der Genehmigung von Baugebieten gelten, sieht dies anders aus. Dann nämlich würde an einigen Häusern in der Kinzigstraße die Grenzwerte überschritten. Steinborn riet, solche Einwände im Zug des Planfeststellungsverfahrens anzubringen. Die detaillierten Pläne liegen in beiden Rathäusern aus und sollen auch demnächst auf der Internet-Seite des Regierungspräsidiums eingestellt werden. 

»Haslach-West« außen vor

Der Knotenpunkt »Haslach-West« ist aktuell noch kein Bestandteil dieses Verfahrens. Hier sind die Fachleute im regierungspräsidium der Ansicht, dass eine Übergangslösung für den Zeitraum von wenigen Jahren unwirtschaftlich sei, weil ihrer Einschätzung nach bis zum Bau der drei Fahrstreifen auch die Ortsumfahrung Haslach soweit vorangeschritten sei, dass dies nicht notwendig wird.

Steinborn ging in Haslach auch kurz auf die Umfahrung Haslach ein. Hier rechnet er mit neuen Erkenntnissen in knapp einem Jahr, wenn die Voruntersuchungen zur Anbindung im Osten Haslachs weiter fortgeschritten sind. 

Bekanntlich gibt es hier die Forderung der Stadt, eine Untertunnelung von Kanal und Bahnlinie zu planen, um große Brückenbauwerke zur Anbindung in Richtung Hausach zu vermeiden. »Sobald es dazu neue Erkenntnisse gibt«, so die Zusage der Planer am Ratstisch, »werden wir diese mitteilen.«

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