Hip-Hop-Konzert

Deutsch-französische Begegnung in Hornberg

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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14. Juni 2016

Das Duo »Zweierpasch, Double deux« samt Band weckte gestern in der Hornberger Stadthalle nicht nur die Hip-Hop-Begeisterung, sondern auch die für alle deutsch-französischen Begegnungen. ©Petra Epting

Weil ihm das deutsch-französische Miteinander sehr wichtig ist, zögerte Hellmut Schoffer nicht lange und ermöglichte mit seiner Stiftung für rund 500 Schüler ein Hip-Hop-Konzert des Duos "Zweierpasch" mit ihrer Band in der Hornberger Stadthalle.

Am Ende war die ganze Stadthalle in Bewegung, und die Verantwortlichen strahlten um die Wette. Denn genauso hatten sie sich das vorgestellt: »Europa direkt vor Ort zu leben.« »Das ist der Einstieg in die Sprache und in ein deutsch-französisches Miteinander«, freuten sich Hellmut Schoffer, dessen Stiftung die Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen ermöglichte, und Veronika Klingmann-Rauch, zuständig für grenzüberschreitende Konzepte beim Regierungspräsidium Freiburg. Die Band »Zweierpasch« ist in diesem Jahr auf Tournee und wird vom Eurodistrict Stasbourg/Ortenau gesponsert.

Herzensangelegenheit der jungen Musiker

Veronika Klingmann-Rauch, im Kinzigtal durch »Insalata Musicale« bekannt, berichtete darüber, wie bei Projekten auf deutscher und französischer Seite zusammengearbeitet wird, und welche Herzensangelegenheit solche Konzerte den Zwillingen Till und Felix Neumann sind. Das Regierungspräsidium unterstütze daher solche Projekte gern. So führten die beiden Musiker erst Anfang des Jahres beispielsweise zwei Lehrerfortbildungen durch. Und wie spielerisches Lernen über die Bewegung geht, das wurde gestern mehr als ersichtlich. Nach kurzer Zeit waren alle Hände oben. Das zu transportieren, haben sich die Zwillinge zur Aufgabe gemacht. Mit »Rapconte«, einem neuen märchenhaften Projekt von »Zweierpasch«, eroberte das Hip-Hop-Duo die Herzen im Sturm, sang auf Deutsch und auf Französisch und nahm das Publikum, Schüler aus Hornberg, Gutach und Hausach, mühelos mit.

Der Nerv der Zeit

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»Das ist der Nerv der Zeit«, erläuterte Veronika Klingmann-Rauch und dankte insbesondere Hellmut Schoffer. Man brauche Personen, die solche Projekte ermöglichen. Beiden liegen die deutsch-französischen Begegnungen am Herzen. »So früh wie möglich die Begeisterung zu wecken und Begegnungen zu fördern, sodass Berührungsängste erst gar nicht entstehen«, ist beider Anliegen. 

Vor- und Nachbereitung

Europa beginne auf der Freundschaftsebene, so der gestrige Tenor. Die deutsch-französischen Botschafter Till und Felix Neumann sind mit ihrer Band ein Paradebeispiel – und sie begeisterten längst nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer, die ebenso für rund zwei Stunden in Bewegung waren. Auch Rektorin Silke Moser war mittendrin, die sich über das besondere Event riesig freute. »Zweierpasch« musizierte auch schon gemeinsam mit Udo Lindenberg und erhielt von dessen Stiftung gar einen Preis. Für ihre Konzerte gibt es außerdem eine Vor- und Nachbereitung in den Schulen, sodass das Ganze also länger nachhallt.

Wermutstropfen Fahrtkosten

Hellmut Schoffer selbst schrieb am Ende sogar eifrig Autogramme auf die Arme jubelnder Schüler. Ein Wermutstropfen war für ihn allerdings, dass es Schulen gibt, denen eine Teilnahme aus Beförderungsgründen leider nicht möglich war. »Das ist doch fürchterlich, wenn es am Ende an ein paar Euro für die Fahrtkosten scheitert«, bedauert er.

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