Hausach

Deutschlands berühmtester Arzt besucht Gesundes Kinzigtal

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 4 Minuten
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22. November 2018

Eckart von Hirschhausen nutze seinen Besuch in der Gesundheitswelt in Hausach, um einige Geräte unter Anleitung des sportlichen Leiters Patrik Bothor auszuprobieren und Erinnerungsselfies mit den Trainierenden zu machen. ©Katrin Mosmann

Der promovierte Mediziner und aus Funk und Fernsehen bekannte Komiker Eckart von Hirschhausen war am Mittwoch beim Gesunden Kinzigtal in Hausach zu Gast, um sich vor Ort ein Bild über die Einrichtung zu machen. 

Lachen ist die beste Medizin: Der promovierte Mediziner Eckart von Hirschhausen hat sich diese Volksweisheit auf die Fahne geschrieben. Seit über 20 Jahren ist er als Comedian auf den Bühnen und im Fernsehen unterwegs und schreibt ein Bestsellerbuch nach dem anderen. Am Mittwochnachmittag war er, nur wenige Stunden bevor er in der Oberrheinhalle in Offenburg mit seinem neuen Programm »Endlich« auf der Bühne stand, beim Gesunden Kinzigtal in Hausach, um sich direkt vor Ort die Einrichtung anzuschauen. 

Schon lange sei der Termin festgestanden, verriet Tanja Schillinger, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Gesunden Kinzigtal. Der scheidende Geschäftsführer der GmbH, Helmut Hildebrand, hätte von Hirschhausen auf einigen seiner zahlreichen Kongresse kennengelernt, der Interesse bekundet hatte.«

»Die machen gute Laune«

Mit einigen Minuten Verspätung traf der Kabarettist gegen 16 Uhr in Hausach ein, wurde prompt von Passanten erkannt und erstmal in Beschlag genommen. Natürlich sorgte der »Promi« auch in der Gesundheitswelt selbst für Aufregung. Immerhin trainiert man nicht täglich neben »Deutschlands berühmtestem Arzt«. Von Hirschhausen nutze den Besuch nämlich nicht nur zum verbalen Austausch, nein, er wurde gleich selbst aktiv, testete unter anderem die »Five-Geräte«, denen er bescheinigte: »Die machen gute Laune«. 

Für gute Laune sorgte Hirschhausen auch im Gespräch mit den Geschäftsführern der Gesunden Kinzigtal GmbH, Brigitte Stunder und Alexander  Pimperl, dem scheidenden Geschäftsführer Helmut Hildebrand, sowie Vertretern des Ärztenetzes MQNK und des Patientenbeirats. Eckart von Hirschhausen erklärte Butterbrezel essend –»die habe ich schon bei meiner Oma in Freudenstadt immer geliebt« –, dass die Hirschhausen-Diät vorsehe, dass man essen kann, was man will, nur nicht die ganze Zeit.«

»Spannende und innovative Idee«

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Interessiert wollte der Komödiant wissen, wie die »spannende und innovative Idee« des Gesunden Kinzigtals zustandekam. Martin Wetzel, Vorsitzender des Ärztenetzes MQNK, klärte auf: »Wir sind eine Gruppe  idealisitscher Spinner. Vor 25 Jahren haben sich einige Ärzte aus der Region auf ein Bier getroffen, und so begann die Zusammenarbeit des Ärztenetzes.« Heute sei man das älteste aktive Ärztenetz Deutschlands, nicht zuletzt, weil gegen jeden Widerstand »der badische Dickschädel« zum Vorschein kam. 

Jürgen Gerhard vom Patientenbeirat verriet, wie anfangs seitens der Patienten Skepsis bestand: »Man würde mit Billigmedizin aus China versorgt, hieß es unter anderem gerüchteweise. Heute ist das alles ausgeräumt. Das Gesunde Kinzigtal ist ein absoluter Mehrwert. Wir werden quasi gezwungen, uns um unsere Gesundheit zu kümmern.« 

»Seid ihr eine Sekte«, wollte Eckart von Hirschhausen scherzhaft wissen und auch, warum sich diese Zusammenarbeit nicht epidemisch ausbreite: »Das ist ein Machtspiel. Die Versicherungen halten teils dagegen, und auch die Politik hat Angst etwas abzugeben.« Auch in Sachen Finanzen war  von Hirschhausen interessiert: »Zu Beginn haben wir eine Anschubfinanzierung erhalten«, erklärte Alexander Pimperl. Bereits nach zwei Jahren habe sich die Einrichtung aber selbst getragen. »Und wer wird dabei reich?«, fragte der prominente Gast »Wir werden nicht reich, aber wir bekommen unsere Leistung honoriert«, erklärte der Allgemeinmeidiziner Marcus Auel aus Hausach. »Anders als bei anderen Dingen.«

Impulse zur Mitgliederversammlung

Martin Wetzel ergänzte: »Wir haben finanzielle Vorteile für unseren Mehraufwand.« Und immerhin würde die Arbeit des Netzwerks ja auch Geld sparen und vor allem Mehrwerte für die Patienten schaffen: »Wir verhindern zahlreiche Einweisungen. Beispielsweise durch unsere Rufbereitschaft bis 22 Uhr für das Altersheim.«

Zum Abschluss seines Besuchs schaute der Kabarettist und Autor noch bei den Workshops, die im Rahmen der zeitgleichen Mitgliederversammlung des gesunden Kinzigtals (wir berichten noch) stattfanden, vorbei, und gab einige Impulse dazu, ehe er sich von Hausach auf die Bühne nach Offenburg verabschiedete. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Kinzigtal, »das Mallorca der Berliner Rentner«, so von Hirschausen zu dem gebürtigen Berliner Jürgen Gerhardt, in einem der kommenden Shows des Kabarettisten und Arztes wiederfinden wird. 

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