Hausach

Die Hausacher Powerfrau Traude Schmider feiert ihren 80.

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23. September 2019

Traude Schmider, hier auf ihrem Balkon in der Gummenstraße, feiert heute ihren 80. Geburtstag. ©Claudia Ramsteiner

Eine Hausacher Powerfrau feiert am Montag ihren 80. Geburtstag: Traude Schmider war über Jahrzehnte für viele Hausacher, die einen lieben Menschen verloren haben, erste Ansprechperson nach dem Pfarrer. Das Bestattungsgeschäft leitet längst ihr Sohn Frank, sie hilft aber immer noch mit.

Traude Schmider wurde am Montag, 23. September, vor 80 Jahren in Kenzingen geboren, wurde aber schon im Alter von fünf Monaten zu »wunderbaren Pflegeeltern« in Lauterbach gegeben, wo sie beim Müttergenesungswerk auf den »Sieben Linden« eine schöne Kindheit erlebte. Nach der Schule lernte sie in Schramberg Einzelhandelskauffrau, verkaufte Schuhe, Herrenartikel, Pelze, arbeitete anschließend noch einige Zeit im Konsum in Lauterbach – und dann zog es die unternehmungslustige Frau in die Fremde.

Im Alter von 18 Jahren ging sie mit einer Freundin in die Schweiz und heuerte dort als Hausmädchen an. Dass bei der geplanten Rückkehr in der Kantinenverwaltung in Schramberg der Platz noch nicht frei war, war ihr Glück. Denn so wurde sie »Serviertochter« in der Hausacher »Lina«, dem Gasthaus »Zum Schwabenhans« und verliebte sich dort in einen der Gäste – den Schreiner Paul Schmider.

Heirat 1959

Auch als sie dann die Stelle in der Kantinenverwaltung Schramberg bekam, fuhr sie immer wieder nach Hausach, und als die Mutter von Paul Schmider schwer erkrankte, wurde geheiratet. Da war sie 20 Jahre alt. Und schon bald erfüllten Kinder das Haus mit Leben: Sybille, Birgit, Christine, Frank und Paul-Uwe kamen zur Welt. 

1967 übernahm Paul Schmider die Schreinerei seines Vaters und baute gemeinsam mit Traude das Bestattungswesen aus. Fünf Kinder, Geschäft – in der wenigen Zeit, die da noch übrig blieb, bediente die junge Frau abends auch weiterhin noch Gäste im »Hechtsberg« und im »Ratskeller«. 

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Herzliche Art

Eine echte Hausacher Powerfrau, und das ist sie bis heute geblieben. »Nur rumsitzen und spazierengehen ist nicht so meins«, lächelt sie. Über Jahrzehnte hinweg war sie oft die erste Ansprechpartnerin nach dem Pfarrer für Hausacher, die einen lieben Menschen verloren haben. In ihrer resoluten, aber sehr herzlichen Art war sie vielen eine große Hilfe in der ersten Trauer. 

Vor 18 Jahren starb ihr Ehemann. Das Bestattungsgeschäft leitet ihr Sohn Frank, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten war und auch die Schreinerei übernommen hatte. Sie hilft dort immer noch sehr gern mit.

Bald zehn Urenkel

Ansonsten sieht man Traude­ Schmider regelmäßig bei den Ausflügen des Ökumenischen Altenwerks, auch bei deren Freizeiten ist sie gern dabei, und sie genießt die Geselligkeit in der Schwarzwaldvereinsgruppe »Lauf mit, bleib fit«. »Berguf mueß i schnuufe, bergab dien Knie weh«, ihre kleinen Bresten nimmt die 80-Jährige mit Humor. 

Auf ihrem Wohnzimmertisch steht ein Kerzle mit der Aufschrift »Für die liebe Oma«, und direkt daneben ein mit Süßigkeiten gefülltes Bonbonglas. Die zwölf Enkel und neun Urenkel – der zehnte hat sich auch schon angekündigt – sind bei ihr immer willkommen. Und sie freut sich auf die Feier mit der ganzen Großfamilie, die sie für kommenden Sonntag zum Brunch eingeladen hat. 

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