Infos im Gemeinderat

Digitalpakt: Geräte für alle Hauptschüler in Mühlenbach

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18. Oktober 2020

Digitales Lernen wird an der Mühlenbacher Heinrich-König-Schule schon seit Jahren praktiziert. Bei der Umsetzung des Digitalpakts handle es sich um die logische Weiterentwicklung, heißt es seitens der Schule ©Archivfoto: Stefan Benz

Die Mühlenbacher Heinrich-König-Schule will die Gelegenheit nutzen, die die hohen Zuschüsse durch den Digitalpakt Schule bieten und alle Hauptschüler mit Laptops oder Tablets versorgen.

Der Mühlenbacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend in der Gemeindehalle beschlossen, dass die Gemeinde digitale Arbeitsgeräte (Notebooks, Tablets) anschaffen wird und das W-Lan-Netz an der Heinrich-König-Schule ausgebaut werden soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro. 

Schulleiter Stefan Euler-Benz und der Lehrer Armin Isenmann hatten zuvor verdeutlicht, dass digitales Lernen in Mühlenbach bereits seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird. „Das ist kein neues Thema in Mühlenbach“, betonte Isenmann.

Einmalige Gelegenheit

Die geplanten Investitionen seien eine logische Weiterentwicklung und nicht durch die Corona-Pandemie begründet. Allerdings biete sich aktuell mit dem Digitalpakt Schule eine einmalige Gelegenheit.

Denn das Land Baden-Württemberg und der Bund stellen der Gemeinde Mühlenbach im Sofortausstattungsprogramm zur Verbesserung der digitalen Ausstattung des Fernunterrichts an der Grund- und Hauptschule 12.188 Euro direkt zur Verfügung.

Weiterhin stehen für die Gemeinde zusätzlich 53.700 Euro im Digitalpakt Schule bereit. Voraussetzung um diesen Zuschuss zu erhalten, ist die Eigenbeteiligung der Gemeinde mit 20 Prozent, was 10 740 Euro entspricht. 

Keine Ausschreibung

Dies ergibt eine Gesamtsumme in Höhe von 76.628 Euro. Kosten für den W-Lan-Ausbau und Gerätebeschaffungen  im vergangenen Jahr in Höhe von 20.000 Euro können angerechnet werden, sodass der Grund- und Hauptschule noch ein Betrag von rund 56.600 Euro zur Verfügung steht.

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Kämmerer Herbert Keller erläutertem dass der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen habe, in diesem Fall auf eine öffentliche Auusschreibung zu verzichten, um die digitale Ausstattung von Schulen in der Zeit der Corona-Krise zu beschleunigen.

So wurde ein Angebot eingeholt über: 40 Terra Pads (Laptops) zum Preis von 393 Euro pro Gerät, zwei Acer Notebooks zum Preis von 640 Euro pro Gerät, 30 I-Pads zum Preis von 442 Euro pro Gerät und die MS Office Kaufversion zum Preis von 89 Euro pro Gerät. Hinzu kommen 3375 Euro für die Installation und Einrichtung im Netzwerk, sechs Schließfächer zum Preis von jeweils 666 Euro, zwei USB-Ladestationen zum Preis jeweils 120 Euro und die Erweiterung des Netzwerks für 9200 Euro.

In den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass die bereits vorhandenen I-Pads gut das Lernen unterstützen, schilderte Isenmann. Allerdings habe sich herausgestellt, dass es zu Problemen führt, wenn mehrere Schüler mit einem Gerät arbeiten – auch in Sachen Datenschutz. 

In Ausnahmen nach Hause

Das Ziel sei deshalb, alle Hauptschüler mit einem Gerät auszustatten, das sie während ihrer Schulzeit in Mühlenbach nutzen können. Sie sollen vorwiegend in der Schule verwendet werden, in Ausnahmesituationen (zur Vorbereitung von Referaten oder im Fall eines Lockdown) auch nach Hause mitgenommen werden dürfen. 

Für die Grundschüler soll ein Klassensatz I-Pads zur Verfügung stehen, den die einzelnen Klassen abwe4chselnd nutzen, so wie es bisher gehandhabt wurde. Die Klassen fünf und sechs sollen I-Pads zur Verfügung gestellt berkommen, die Klassen sieben bis neun Laptops. Isenmann zeigte auch auf, wie vielfältig die Geräte bereits heute im Unterricht verwendet werden. 

Zweites Angebot wird eingeholt

Thomas Becherer (CDU) wollte wissen, ob die Geräte versichert sind und Kämmerer Herbert Keller bestätigte, dass die Gemeinde eine Elektronikversicherung habe. 

Thomas Keller (FWV) hatte datenschutzrechtliche Bedenken – etwa, wenn die Schüler zu Hause etwas illegal herunterladen sollten. Er regte an, noch ein Angebot von einer anderen Firma einzuholen, die auf die Ausstattung von Schulen spezialisiert ist und sich gerade in Punkto Sicherheit noch einmal beraten zu lassen. Klaus Armbruster (FWV) stimmte ihm zu. Bürgermeisterin Helga Wössner sagte zu, dass ein zweites Angebot eingeholt werden soll. 

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