Haslach im Kinzigtal

"Duo Alva" setzt in Haslach musikalische Fragezeichen

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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12. August 2021
Das Duo Alva mit Jannike und Jan begeisterte beim zweiten Klosterkonzert der Saison in Haslach

Das Duo Alva mit Jannike und Jan begeisterte beim zweiten Klosterkonzert der Saison in Haslach ©Andreas Buchta

Das „Duo Alva“ mit Jannike und Jan begeisterte im Haus der Musik. Erst am Schluss gab’s Entspannung.

Es war Musik der besonderen Art, die am Sonntag im Haus der Musik ertönte: Ungewohnt, eigenwillig und höchst ausdrucksstark. „Duo Alva“ nennt sich die Gruppe um Jan und Jannike, die zum zweiten Konzert in der Reihe der Klosterkonzerte auftrat – und immerhin mehr als zwei Dutzend Zuhörer anlockte. Das Duo besteht aus Jannike-Linn Herr (Gesang, Klavier, Perkussion), die als Klavier- und Gesangslehrerin bei der Musikschule in Haslach arbeitet und Jan Henrik Rau (Gitarre, Gesang, Perkussion). Die beiden haben in Freiburg Musik studiert und ihre Studien in Dublin weitergeführt. Nach mehreren Jahren auf Lanzarote leben sie nun in Lahr.

Es war mit neun Titeln, mit einer Ausnahme, alles „Eigengewächse“, ein wohl kurzes, aber umso gehaltvolleres Konzert. Es begann mit „Ocean and Moon“ und bezauberte auf Anhieb mit Jannikes bewundernswerter ausdrucksstarker Stimme und Jans verträumten Gitarrenklängen. „Keep your Passion“, ein älterer Song der beiden, nahm mit harten Piano-Rhythmen und Jannikes hinreißender Lead-Stimme gefangen, die einen stellenweise an Jazz-Größen wie Ella Fitzgerald erinnerte.

Musikalischer Hilferuf

Ein „etwas speziellerer Song“ erklang mit „Little Planet Earth“: Die Stimme erhob sich, vom laut lamentierenden Becken untermalt, in fast bedrohlich anmutende Bereiche: Ein unter die Haut gehender musikalischer Hilferuf voller Überraschungen und teils erschreckenden Effekten – ein Stück, das wohl keinen im Publikum unberührt ließ. „Was bedeutet es, am Leben zu sein?“ fragte sich Jannike in „Are you Alive“.

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Die beiden lieferten keine fertigen Erklärungen, sondern setzten höchst kunstvoll ein musikalisches Fragezeichen nach dem anderen. Die Musik steigerte sich bis ins fast Unerträgliche, um dann auf ein leises Ende des Lebens zuzusteuern und sichtlich betroffene Zuhörer zurückzulassen. Ihre ganze expressive Kraft jedoch entfalteten die Gitarre, das Klavier und die Stimmen in „But I Do“, um dann mit „A Place I’d Call my Home“ die Suche nach einem Zuhause, nach innerem Frieden zu beschreiben. „Everything is Green“ stellen sie bei der Rückkehr in den Schwarzwald musikalisch fest und Jannike spielte dazu das rhythmische Caxixi als Reminiszenz an Lanzarote.

Verspielte Klavierakkorde

„Apple Tree“ hießt das einzige Stück, das nicht von den beiden stammte, sondern von der norwegischen Sängerin Aurora. „Es ist so cool, dass wir es einfach mitnehmen mussten“, erklärte Jannike. Und „voll cool“ klang es dann auch. Das Dasein durch Kinderaugen betrachteten die Musiker mit ihrem letzten Stück „Child“: Verspielte Klavierakkorde begleiteten einen hinreißend kindlich gefärbten Gesang in seiner magischen Sicht auf die Welt.

Der Beifall war groß, so groß, dass die beiden um eine Zugabe nicht herumkamen. „The Persuit of Happiness“ gewährte dann musikalisch ein klein wenig Entspannung nach all der erregenden Dramatik des ausgezeichneten Konzerts.

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