Wolfach

»Ealing Percussion« beeindruckt Zuhörer in Wolfach

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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17. August 2019

Beim »Typewriter« kamen neben Marimbas, Xylofonen und anderem Schlagwerk auch eine Schreibmaschine (vorne) als Rhythmusinstrument zum Einsatz. ©Andreas Buchta

Es war ein Kampf mit dem Regen, den die 21 jungen Musiker der englischen Ealing-Percussion-Academy schließlich gewannen: Etwas verspätet, aber immerhin trocken, begannen sie am Donnerstagabend ihr Konzert auf dem Wolfacher Marktplatz.
 

Die großen Trommeln, den Bass und das Schlagzeug postierte die Formation sicherheitshalber im Eingang des Rathauses. Trotz der ungewissen Witterung kamen eine ganze Menge Gäste und wartete geduldig auf den Beginn des für 19 Uhr angekündigten Percussions-Konzerts. Bereits um 17 Uhr hatten sich die Briten vor dem Rathaus aufgebaut und eine Kostprobe ihres Könnens gegeben – ohne Regen, allerdings auch fast ohne Zuhörer.

Alle möglichen Instrumente

Percussion heißt in diesem Fall alle nur erdenklichen Schlaginstrumente wie Marimba und Xylofon, Schlagzeug, Bass, ein großer Gong oder auch einfach Triangel oder Kastagnetten. Wobei Percussion das Spiel der drei aufgetretenen Formationen nicht ausreichend beschreibt. Denn: Die Schlaginstrumente wurden sowohl als Rhythmus- als auch als Melodieinstrumente eingesetzt. Für den spektakulären Auftakt des Konzerts sorgten die jüngsten Musikschüler mit dem »Peter Gunn Theme«. Mit vier Marimbafonen, zwei Xylofonen, Bass und Schlagzeug legten sie einen Rhythmus vor, dass eine Steigerung kaum noch vorstellbar schien. Nach dem jubelnden Beifall des jetzt schon aufgedrehten Publikums legten sie noch eine Schippe drauf und überzeugten mit zwei weiteren Stücken vollends als ausgebuffte »Rhythmus-Freaks«.

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Beeindruckende Präzision

Beim nächsten Beitrag, diesmal von der Mittelstufe, meinte so mancher, seinen Ohren nicht trauen zu können: Die Mädchen und Jungen spielten doch tatsächlich Johann Sebastian Bachs wohl bekanntestes Orgelwerk, die »Toccata« aus »Toccata und Fuge in D-Moll« – und das in einem Rhythmus und Tempo, dass so manchem Hören und Sehen verging. Mit russischer Balalaika-Folklore, dem »Kalinka«, in die sie, fein moduliert, auch lyrische Momente einbauten, beschlossen sie unter jubelndem Beifall ihren Beitrag.

Bei den Schülern der Oberstufe kam beim »Typewriter« gar eine Schreibmaschine als Rhythmusinstrument zum Einsatz. Außerdem kam auch ein ausgeprägtes Showtalent der Jugendlichen zum Vorschein. Mit dem übermütigen »Bamboleo« der »Gypsi Kings« und dem so rhythmisch wie kunstvoll interpretierten »Sing sing, sing« von Benny Goodman ging das Konzert unter großem Beifall zu Ende.

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