Schiltach

Ehrenamtliche Helfer renovieren den Bibelerlebnispfad

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16. September 2018

Zu den besonders schönen Stationen des Bibelerlebnispfads gehört für Ulrich Kohler die hölzerne Figurengruppe, die der Schiltacher Werner Arnold geschnitzt hat. ©Martina Baumgartner

Der Bibelerlebnispfad in Schiltach ist in die Jahre gekommen. Doch Ulrich Kohler hat sich mit weiteren Helfern der Sache angenommen und die Stationen dort renoviert oder erneuert.

Die lebensgroße, geschnitzte Holzfigur des Heiligen Johannes von Werner Arnold vor der evangelischen Stadtkirche weist den Weg – nur wohin war in den vergangenen Jahren in Schiltach nicht mehr ganz so präsent, hatte Ulrich Kohler den Eindruck. Vielleicht lag es daran, dass die 22 Stationen des Bibelerlebnispfads, der dort seinen Anfang nimmt, nach rund zehn Jahren etwas in die Jahre gekommen waren. Im vergangenen Vierteljahr hat Kohler mit weiteren Helfern die Stationen dort renoviert und teilweise erneuert. 

Nach einer Idee der damaligen Pfarrersfrau in Schiltach Josefine Glimpel entstand 2009 wohl der erste Bibelerlebnispfad in Deutschland. An dessen Einrichtungen waren rund 50 Helfer von der evangelischen sowie katholischen Kirchengemeinde in Schiltach beteiligt. 

Ein Komitee arbeitete damals an  der Planung des Pfads: »Da haben wir ganz schön überlegen müssen, wie wir die vielen kreativen Idee umsetzen wollten«, erinnert sich Kohler, der von Beginn an das Projekt begleitete. Die Stadt Schiltach hatte es mit der Nutzungserlaubnis des Geländes und einer Finanzspritze unterstützt.

Auch für Erwachsene

Die abwechslungsreichen Stationen nehmen vor allem Kinder mit Familien in den Mittelpunkt. Memory spielen, balancieren, zielwerfen, Rätsel lösen oder ein Barfußwegabschnitt machen besonders den Kindern Spaß. Die Erwachsenen kommen jedoch auch nicht zu kurz: Tafeln mit lehrreichen, besinnlichen und nachdenklich stimmenden Texten informieren, geben Impulse und eine biblische Grundlage zur jeweiligen Station. Zudem können an jeder Tafel Buchstaben für einen Lösungssatz 
gesammelt werden. 

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So erleben die Besucher beispielsweise, wie sich Jona gefühlt haben muss, als er durch dessen Schlund im Wal landete – durch eine blaue Röhre rutschten die Abenteurer in den Wald und können sich an einem Seil wieder
hinaufziehen. 

Bei der Speisung der Zehntausend sind hölzerne Brote und Fische  in den umliegenden Baumkronen zu finden. »Da hat uns die Feuerwehr geholfen, die dorthinzuhängen«, so Kohler. Entlang der 22 Stationen geht es um den Weg zu Jesus. »Die Stationen geben den Menschen, wie auch andere Bibelstellen, Kraft, Erholung und Orientierung im Leben, und das ist mir wichtig«, erklärt Kohler seine Motivation ehrenamtliche Arbeit in die Erhaltung und Pflege des Wegs zu stecken.

Das engagierte Kirchengemeindemitglied hat viele mittlerweile verfaulte Holzbauteile durch witterungsunanfälligeres Material wie Holz und Edelstahl ersetzt, gestrichen, Steine gesetzt und begradigt.

Künstler gesucht

Nun sucht Kohler noch Künstler, die ein großes Wüstenbild renovieren möchten, der Kräutergarten wird im Herbst wieder neu bepflanzt und Werner Arnold wird eine seiner insgesamt sechs Holzfiguren erneuern. Einen Instandhaltungsplan mit Mängelliste für den Kontrollrundgang im Monat hat Kohler ebenfalls entworfen. »Dann ist wieder alles tipptopp«, freut er sich über die getane Arbeit und auf viele Besucher des Bibelerlebnispfads. 

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