Oberwolfach

Ehrung für komplexe Forschung

Andreas Buchta
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17. Mai 2014

Markus Bachmayr (Zweiter von links) erhielt aus den Händen von Wolfgang Dahmen (links), Harry Yserentant und Dietmar Kröner (rechts) den John-Todd-Award. ©Andreas Buchta

Feierstimmung im sonst so ruhigen Mathematischen Forschungsinstitut: Der Österreicher Markus Bachmayr erhielt am Donnerstag den John-Todd-Award – eine der wichtigsten Auszeichnungen der Oberwolfacher Mathematik-Institution.

Oberwolfach. Das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach (MFO), international renommiertes »Mekka der Mathematik«, verlieh am Donnerstag eine seiner wichtigsten Auszeichnungen: den John-Todd-Award. Der 1983 in Linz in Österreich geborene Mathematiker Markus Bachmayr war der Glückliche, der einen Teil des Preises im Rahmen einer Feierstunde entgegennehmen durfte; die zweite Auszeichnung erhält  am 5. Juni Hugo Duminil-Copin.
Der John-Todd-Award ist nach dem britischen Mathematiker John Todd benannt, der in Fachkreisen gern als »Retter von Oberwolfach« bezeichnet wird, denn er setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg entschieden für den Erhalt des MFO ein. Eine Spende seiner Lebensgefährtin Rosemary Lonergan wird seither für die Finanzierung des John-Todd-Awards verwendet.
Die Oberwolfach-Stiftung und das MFO verleihen den Preis alle drei Jahre an besonders herausragende junge mathematische Forscher auf dem Gebiet der Numerischen Analysis. Die wissenschaftliche Kommission der Gesellschaft für Mathematische Forschung entscheidet über die Vergabe des mit 1000 Euro dotierten Preises. Markus Bachmayr ist Mathematiker an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Er studierte Mathematik an der Johannes-Kepler-Universität in seiner Heimatstadt Linz und promovierte an der RWTH. Bachmayrs besonderes mathematisches Interesse gilt der Berechenbarkeit mehrdimensionaler Probleme.
Diese Berechnungen von Problemen mit komplexen Freiheitsgraden durch hochdimensionale Differentialgleichungen sind für zahlreiche Anwendungen in Wissenschaft und Technik, wie etwa der Quantenchemie, von enormer Bedeutung und für den Mathematiker nach wie vor eine große Herausforderung. Bachmayr  entwickelte mit abstrakten algebraischen Methoden neuartige Näherungsverfahren für viele dieser Probleme und erzielte damit entscheidende Fortschritte auf diesem
Gebiet.
Nach einem kleinen Empfang sprachen der stellvertretende Direktor des MFO, Professor Dietmar Kröner, und Professor Harry Yserentant von der Oberwolfach-Stiftung Grußworte. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Professor Wolfgang Dahmen. Bachmayr selbst stellte in einem detaillierten Vortrag seine mathematische Arbeitsweise vor.

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