Haslach

Ein berühmter Bollenbacher: Bruno Lenz

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 2 Minuten
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28. Juni 2020

In den 1930er Jahren begann Bruno Lenz aus Erinnerungen heraus seinen Geburtsort Bollenbach zu malen. Jahrzehnte lang blieb das Bild unvollendet. Nachdem seine Bindung zum Heimatort verstärkt auftrat, malte er es 1989 fertig. ©Reinhold Heppner

650 Jahre Bollenbach (3): Der heutige Haslacher Ortsteil Bollenbach wurde vor 650 Jahren erstmals in einer Urkunde erwähnt. In einer Serie blicken wir auf das Jubiläum zurück. Heute geht es um den berühmtesten Sohn Bollenbachs Bruno Lenz. 

In unserer Serie zu 650 Jahre Bollnebach geht es heute um den berühmtesten Sohn des heutigen Haslacher Stadtteils. Bruno Lenz wurde am 8. November 1911 in Bollenbach als Sohn des Hauptlehrers Otto Lenz geboren. Seine Mutter war die Tochter des Haslacher Hauptlehrers Friederich Schuchmann. Schon früh zeigte sich bei Bruno Lenz eine außergewöhnliche Begabung auf dem Gebiet der Malerei und Musik.

Wichtige Impulse gab dem Maler Bruno Lenz sein Zeichenlehrer Theodor Schück. Die Maler Otto Vivaldi (aus der bekannten Offenburger Glasmalerfamilie), Artur Braun und Julius Bisier förderten den jungen Künstler in seiner Malkunst. Bereits nach dem Abitur hatte Bruno Lenz seine erste Ausstellung im Kunstverein Freiburg. 

1939 heiratete Bruno Lenz Anne Marie Fiedler, eine ausgebildete Musikerin. Das Paar bekam zwei Töchter. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Lenz als Soldat eingezogen war, übersiedelte er mit seiner Familie nach Augsburg, 1951 nach München.
Große Anerkennung fand Bruno Lenz als Porträtist vieler bekannter Persönlichkeiten (u. a. Senator Franz Burda, die Dirigenten Eugen Jochum und Rafael Kubelik, die Oberbürgermeister von München Vogel und Kronawitter, die berühmten katholischen Theologen Professor Karl Rahner sowie Kurienkardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst). Zahlreiche Ausstellungen unter anderen in München, Würzburg, Offenburg und Konstanz sowie im Ausland zeigen den erfolgreichen Maler. 

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Erste Ausstellung in der Heimat

1989 fand im Alten Kapuzinerkloster in Haslach eine Ausstellung mit Werken von Bruno Lenz statt, in der er erstmals in seiner alten Heimat einen Querschnitt seines Schaffens zeigte. Aber auch als Geiger hatte Bruno Lenz große Erfolge. Oft trat er als Solist auf. Zwanzig Jahre lang war er Konzertmeister im Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks.

Bruno Lenz besuchte immer wieder gern seine alte Heimat Bollenbach, so war er auch beim letzten Lenzhüttenfest dabei. Bruno Lenz verstarb im Jahr 2006. Seine beiden Töchter Veronika Lenz-Kuhn und Simone Lenz schenkten der Stadt Haslach in einer Stiftung zahlreiche Bilder von Bruno Lenz. Die Bilder sind im Haus der Musik in der Hofstetter Straße zu sehen.
Die Lenzhütte oberhalb Bollenbach erinnert heute noch an den Vater von Bruno Lenz, Hauptlehrer Otto Lenz, der von 1910 bis 1924 an der Bollenbacher Volksschule als Lehrer tätig war.

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